Projekt mit Weiden bei der Laufenmühle – Der Startschuss für das Projekt fällt am Freitag
Am Freitag, 12. März, bildet eine Menschenkette an der Laufenmühle Welzheim den Auftakt zu einem groß angelegten Weidenbauprojekt mit Schülern des Welzheimer Schulzentrums und der Winnender Albertville-Realschule.
WELZHEIM (pm). Weiden sind nicht nur ein flexibler und schnell nachwachsender Rohstoff, sie eignen sich auch bestens für architektonische Vorhaben. Das wollen Schüler, Eltern und Lehrer der Albertville-Realschule Winnenden und des Schulzentrums Welzheim gemeinsam mit behinderten Bewohnern der Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in der Laufenmühle zeigen. In der Gemeinschaftsaktion des Landkreises und des Erfahrungsfelds der Sinne Eins + Alles entsteht im Verlauf des Frühjahrs eine monumentale Weidenkathedrale – der Zukunftsbau. 30 Meter lang, 15 Meter breit und gute 10 Meter hoch soll das Bauwerk am Ende werden, auf einer Fläche von über 800 Quadratmetern. Das Gebäude wird nicht mehr zu übersehen sein, wenn man zwischen Welzheim und Rudersberg auf der L1080 unterwegs ist. Es befindet sich nur ein paar Schritte von der Straße entfernt, direkt gegenüber dem alten Bahnhof Laufenmühle. Der Zukunftsbau soll regelmäßig für Konzerte, Ausstellungen, Gottesdienste, Theateraufführungen und Feiern genutzt werden. In Verbindung mit der Schwäbischen Waldbahn ab Anfang Mai, dem Erfahrungsfeld der Sinne, dem Limes und den Sehenswürdigkeiten rund um Welzheim ergibt sich damit ein neues Ausflugsziel für Touristen in der Region.
Die Geländevorbereitungen sind bereits im vollen Gange. Am Freitag, 12. März, 14.30 Uhr beginnt mit der feierlichen Auftaktveranstaltung das Projekt. Das von EU und Land geförderte Vorhaben wurde vom Erfahrungsfeld der Sinne initiiert. Ausgehend von den Ereignissen an der Albertville-Realschule in Winnenden war die Idee entstanden, mit einem gemeinschaftlichen Projekt dem Amoklauf ein Pendant entgegenzusetzen, in dem das Netz sozialer Beziehungen im Mittelpunkt des Interesses steht. Genau ein Jahr nach den Attentaten kann dieses nun Wirklichkeit werden. Es etabliert, wie Landrat Johannes Fuchs erklärt, nicht nur ein architektonisch wertvolles Kulturzentrum mitten im Schwäbischen Wald. Vielmehr werden damit auch überregional Maßstäbe in Sachen präventiver Jugendarbeit und Förderung sozialer Kompetenzen gesetzt. Angeleitet werden die Bau-Workshops von einem Projektteam rund um Architekt Lothar Bracht und Bildhauer Hansjörg Palm. Neben der Förderung aus dem Programm Leader gibt es Unterstützung von der Kreissparkassenstiftung und dem Kreisjugendring. Außerdem beteiligen sich voraussichtlich die SWR Herzenssache, die Stiftung der Luisenklinik, die Jugendstiftung Baden-Württemberg und das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden am Projekt. Anmeldung unter 07182/8007-77.