Vierte Amtszeit nach 24 Jahren

Bürgermeister Reinhold Sczuka in Althütte vereidigt – Wertschätzung für den Schultes

Nach 24 Jahren als Bürgermeister steht Reinhold Sczuka am Beginn seiner vierten Amtszeit. Bei seiner Vereidigung wurde deutlich, welch hohe Wertschätzung dem 50-Jährigen entgegengebracht wird. Zahlreiche Althütter Bürger und Vertreter von Politik, Wirtschaft und Vereinen waren zur Amtseinsetzung in die Festhalle gekommen.

Reinhold Sczuka legt seinen Amtseid ab, den er mit den Worten „So wahr mir Gott helfe“ abschließt. Fotos: A. Becher

Von Annette Hohnerlein

ALTHÜTTE. „Ich will noch mal Gas geben“, hatte Reinhold Sczuka anlässlich seiner Wiederwahl im Juni angekündigt. Diese Aussage nahm Reinhard Pfeil, Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister, zum Anlass, Parallelen zwischen dem Rennsport und Sczukas Amtsführung zu ziehen. Eigenschaften wie Talent, Ausdauer und Fairness seien hier wie dort im Spiel. Dank Sczuka fahre die Gemeinde Althütte vorne mit, nicht zuletzt auch wegen der Unterstützung durch ein gutes Team, den Gemeinderat, und durch Ehefrau Bettina als Chefin bei den heimischen Boxenstopps.

Anschließend wurde Sczuka durch Pfeil für die kommenden acht Jahre verpflichtet und legte seinen Amtseid ab, den er mit den Worten „So wahr mir Gott helfe“ abschloss.

Landrat Dr. Richard Sigel legte in seiner Ansprache den Schwerpunkt auf das vielfältige Engagement des Bürgermeisters. Als Beispiele nannte er Sczukas Tätigkeit als Landesvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und als Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag. „Er ist einer der zentralen Player im Landkreis.“ Von Amtsmüdigkeit sei nichts zu spüren, den Begriff „Dienst nach Vorschrift“ gebe es bei ihm nicht. Die Weiterentwicklung seiner Gemeinde treibe er zügig voran: „Während andernorts noch geplant und diskutiert wird, rückt in Althütte bereits der Bagger an.“ Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr sprach als Vertreter seiner Kollegen im Landkreis. Er bezeichnete seinen Kollegen Sczuka als „Dauerläufer unter den Bürgermeistern im Rems-Murr-Kreis“. Dies sei zum einen wörtlich gemeint, wenn man an Sczukas tägliche Joggingrunde denke. Und zum anderen im übertragenen Sinn, denn auch im Amt zeichne sich Althüttes Ortsvorsteher durch Energie, Fleiß und Durchhaltevermögen aus.

Für die Schulen und Kindergärten der Gemeinde richtete Kornelia Schall ein Grußwort an den Bürgermeister. Er habe Nöte und Belastungen bei ihr und ihren Kollegen gesehen und ihnen den Rücken gestärkt. Der Umgang miteinander sei von Wertschätzung geprägt. „Man spürt, dass die Kinder Ihnen am Herzen liegen“, betonte sie.

Pfarrer Erhard Falk von der evangelischen Kirche zitierte eine Bibelstelle, in der der Apostel Paulus sagt: „Seid untertan aller Obrigkeit, denn alle Obrigkeit ist von Gott.“ Das Bewusstsein für die Verantwortung vor Gott sei wesentlich für Sczukas Amtsverständnis, was auch in der Formel „So wahr mir Gott helfe“ bei der Ablegung des Amtseides zum Ausdruck gekommen sei.

Roland Paxian als Vertreter der Althütter Vereine lobte die gute Zusammenarbeit mit Sczuka: „Sie haben immer ein offenes Ohr für die Vereine und besuchen regelmäßig deren Veranstaltungen.“ Auch der seit 2015 stattfindende Sommerempfang „Althütte grüßt und ehrt“ mit der Auszeichnung verdienter Vereinsmitglieder werde als Wertschätzung der Vereinsarbeit wahrgenommen.

Gegen Ende der Veranstaltung kam dann der alte und neue Bürgermeister selbst zu Wort. Er dankte seiner Frau, seinen Kindern und allen Familienmitgliedern für ihre stete Unterstützung. „Ohne meine Familie wäre ich nichts.“ Die Entscheidung, für eine vierte Amtszeit zu kandidieren, sei ihm leicht gefallen. Zum einen fühle er sich mit 50 Jahren zu jung, um sich zur Ruhe zu setzen. Weitere Gründe seien die gute und respektvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat („Wir werden weiterhin miteinander Gas geben“) und den Mitarbeitern im Rathaus und in allen Teilen der Gemeinde. „Denn da, wo Arbeit Spaß macht, geht sie auch leicht von der Hand“, so Sczuka.

Der Musikverein Althütte sorgte für den musikalischen Rahmen des Festaktes mit stimmungsvollen und beschwingten Stücken. Im Anschluss waren die Gäste eingeladen, den Abend bei einem Stehempfang ausklingen zu lassen, den die Landfrauen Althütte gestaltet hatten.