Eine Aufgabe, die nur scheinbar leicht ist

Fußball-Drittligist Großaspach muss nach Halle und will seine bislang positive Bilanz gegen die Sachsen-Anhaltiner ausbauen

Geht’s nach den Statistikfans, dann kehrt Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach vom Flutlichtspiel morgen ab 19 Uhr beim Halleschen FC sehr wahrscheinlich nicht mit leeren Händen heim. Gegen keinen derzeitigen Drittligisten punktete die Elf aus dem Fautenhau regelmäßiger als gegen den HFC. In den bisher sechs Duellen gab’s vier Siege, ein Remis und nur eine Niederlage.

War mit den Auftritten seiner Mannschaft zuletzt nicht immer einverstanden: Großaspachs Trainer Sascha Hildmann. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Halle und Großaspach, das ging bislang recht gut zusammen. Nur am 20. Februar 2016 gab’s für die SG nichts zu holen. 1:4 ging das Team um den damaligen Trainer Rüdiger Rehm vor gut eineinhalb Jahren an der Saale baden. Morgen Abend soll es das nicht zum zweiten Mal geben. Eher hoffen Trainer Sascha Hildmann und seine Mannschaft, dass sie an die restliche Bilanz anknüpfen können. Und da stehen vor allem Siege auf der Habenseite der Schwaben. Die fahren heute gegen 9 Uhr sicherlich nicht ohne Hoffnung die rund 450 Kilometer nach Sachsen-Anhalt. Schließlich gastiert der Tabellenachte beim Sechzehnten. Bei dem steht Trainer Rico Schmitt angesichts der bislang mageren Ausbeute von nur zehn Punkten aus den ersten elf Begegnungen bereits mächtig unter Druck. Eine Heimniederlage gegen Aspach könnte für den 49-Jährigen Folgen haben. Die Kritik an ihm wird jedenfalls deutlich lauter.

SG-Coach Hildmann warnt trotz der Turbulenzen in Halle, den Gegner nur an seiner Platzierung zu messen: „Der HFC hat in der Offensive eine sehr hohe individuelle Qualität, der wir mit Kompaktheit und Disziplin begegnen und so wenig Chancen wie möglich zulassen wollen.“ Soll heißen: Die Schwaben wollen hinten endlich wieder die Null stehen haben. Und: Sie wollen in der Offensive nicht nur mutig, sondern auch schneller als in jüngster Vergangenheit nach vorne spielen. Zu viel Klein-Klein, zu viel Hin- und Hergeschiebe des Balles, hat Hildmann bei seiner Elf zuletzt gesehen. Das soll und muss in Halle anders werden, hoffen Aspachs Trainer und die Fans.

Inwieweit die Heimniederlage gegen Köln Auswirkungen auf die Startelf hat, ist noch nicht ganz klar. Sicher ist, dass die sogenannte zweite Reihe das Benefizspiel in Braunsbach genutzt hat, um Werbung für sich zu betreiben. Bis eine Viertelstunde vor Schluss stand es gegen den Zweitligisten Heidenheim unentschieden. Vielleicht bekommt deshalb einer dieser Akteure morgen eine Chance. Zumal Mittelfeldmann Nico Gutjahr bei dem Test im Hohenlohischen kurz vor Schluss sein Comeback nach einem Jahr Verletzungspause feierte. Für ihn wird das Duell in Halle wohl ebenso noch zu früh kommen wie für Pascal Sohm, der seine Leistenprobleme allerdings überwunden hat und wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.