Karatekas holen sich fünf Medaillen

Bei der WM in Italien gibt es für die Backnanger einmal Gold sowie je zweimal Silber und Bronze

(pm). Die Sportler von Shingikan Backnang räumten bei der United-World-Karate-Weltmeisterschaft in Italien ab. Die Schwaben sicherten sich fünf Medaillen.

Den Anfang in der Sportarena in Montecatini machten die Männer mit Kata individual. Tchaarren Paulik startete in der Altersgruppe Youth mit einer starken Gojushiho Sho und kam bis ins Halbfinale. Unter die ersten vier reichte es ihm nicht. Ähnlich erging es Robert Scharf, Gabriel Eisenmann und Alexander Schumm bei den Senioren, bei denen 40 Karatekas starteten. Schumm kam unter die besten acht, verpasste dann aber knapp den Einzug ins Finale.

Anschließend waren die Frauen in der Disziplin Kata an der Reihe. Mihriban Ögüt startete mit einer starken Nijushiho und schaffte es bis ins Halbfinale, wo sie sich gegen die starke Konkurrenz aber nicht mehr durchsetzte. In der Altersgruppe der Seniorinnen waren Michaela Schwaderer und Tanja Steinebronn dabei. Beide präsentierten ihre Kata gut und erreichten damit die Runde der acht Besten. Fürs Finale reichte es ihnen allerdings nicht. Nach den Einzelwettkämpfen in der Form folgten die Teamwettbewerbe. Die Backnanger Männer (Paulik, Eisenmann, Schumm) schafften es unter die besten acht, verpassten dann das Finale. Die Frauen hingegen erreichten das Finale und präsentierten die Kata Gojushiho sho mit Bunkai (Anwendung). Diese Performance brachte Ögüt, Schwaderer und Steinebronn auf den zweiten Platz.

Außerdem starteten Eisenmann und Steinebronn in der Kategorie Enbu mixed, dem Showkampf zwischen Mann und Frau. Sie erreichten das Finale, bei dem sich die Backnanger Bronze sicherten. Weiter ging es mit den Kumite-Disziplinen. Im Fuku-Go traten alle Backnanger an. Ögüt und Steinebronn schieden schon in der ersten Runde aus. Auch Paulik hatte wenig Glück und schied trotz guter Kitei aus. Schwaderer hatte mehr Erfolg. Sie schaffte es in die dritte K.-o.- Runde, wo sie dann im Kumite gegen die spätere Zweite aus Brasilien die Segel streichen musste. Eisenmann überstand ebenfalls die erste Runde (Kumite) und schied dann in Kitei aus. Schumm kämpfte sich bis in die dritte K.-o.-Runde, für ihm kam dann im Kumite das Aus. Schwaderer setzte sich mehrere Runden lang gegen ihre Konkurrentinnen souverän durch und traf dann im Viertelfinale auf die spätere Weltmeisterin, gegen die sie knapp unterlag. Schumm gewann einen Kampf nach dem anderen und fand sich im Halbfinale wieder. Dort war für ihn Endstation. Mit Bronze war er jedoch sehr zufrieden. Die Überraschung des Tages war der Youth-Starter Paulik. Auf seine Kumite-Disziplin musste er lange warten und war hoch motiviert. Zum ersten Mal kämpfte der Backnanger auf internationalem Terrain. Er sicherte sich den WM-Titel.

In Kumite-Team kamen dann die Backnanger Frauen so richtig zum Zug. Während die Männer in der zweiten Runde auf die späteren Drittplatzierten aus Portugal trafen und ausschieden, kämpften sich die Frauen ins Finale vor und ließen dabei die starken Rumäninnen hinter sich. Gegen das brasilianische Team erzielten sie dann keine Siege mehr und feierten am Ende den zweiten Platz.