SVA will im ersten Drittel bleiben

Fußball-Bezirksliga: Auch in Murrhardt, Unterweissach und Oberbrüden herrscht Zufriedenheit

Hat mit seinen Toren viel Anteil an Allmersbachs drittem Platz: Kim-Steffen Schmidt.Foto: A. Becher

Von Dieter Gall

Spannender als in der vergangenen Saison, als der SV Breuningsweiler als Neuling für Furore gesorgt hatte und ungeschlagen nicht nur Herbstmeister wurde, sondern am Ende auch noch in die Landesliga durchstartete, gestaltet sich das Titelrennen in der Fußball-Bezirksliga in dieser Spielrunde. Die SV Remshalden führt mit 31 Punkten die Tabelle an, hat aber nur zwei Zähler Vorsprung auf den Verfolger SG Schorndorf, der zudem noch eine Begegnung nachzuholen hat.

Auf Rang drei folgt mit dem SV Allmersbach der erste Vertreter des Altkreises Backnang, der mit 21 Zählern zwar schon einen größeren Rückstand auf die führenden Teams aufweist, aber gegenüber dem Spitzenreiter ebenfalls noch ein Spiel in der Hinterhand hat. „Mit der Platzierung sind wir sehr zufrieden“, sagt Thomas Sommer. Der SVA-Trainer freut sich über eine gelungene Integration junger Spieler und möchte mit seinem Team bis zum Saisonende im ersten Tabellendrittel mitmischen. „Wir wollen weitere Integrationsschritte – auch mit den jetzigen A-Jugendlichen – gehen“, erklärt Sommer, für den eine „organisatorische und sportliche Verschmelzung der Aktiven mit dem oberen Jugendbereich“ eine Herzensangelegenheit ist.

Mit jeweils 18 Punkten liegen der VfR Murrhardt (6. Platz) und der SV Unterweissach (7.) gleichauf im Klassement. Zufriedenheit über das bisher Erreichte herrscht bei beiden Vereinen. „Drei Punkte hinter dem dritten Platz, mit einem Spiel weniger, das kann sich sehen lassen“, lautet das positive Fazit von Isaak Avramidis. Der Trainer des VfR Murrhardt hätte gerne auch noch die letzten drei Partien in der Hinserie gespielt, „denn wir haben gegen Ende der Vorrunde gute Leistungen gezeigt, aber leider hat das Wetter nicht mitgemacht“. Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte fordert Avramidis von seinen Schützlingen: „Alle Mannschaftsteile müssen Defensivaufgaben übernehmen, und wir wollen unsere Spielweise verfeinern.“ Personelle Veränderungen sind beim VfR nicht geplant.

„Wir haben im Schnitt 1,5 Punkte pro Spiel geholt. Das ist doppelt so viel wie im vergangenen Jahr um diese Zeit. Daher sind wir mit der Ausbeute zufrieden“, rechnet Giuseppe Iorfida vor. Bis auf die Begegnungen gegen den SV Fellbach II, die TSG Backnang II und die SV Remshalden habe seine Mannschaft mit jedem Gegner auf Augenhöhe agiert, ergänzt der Coach des SV Unterweissach noch. Vor der Saison wurde beim SVU eine Platzierung zwischen Rang vier und acht ausgegeben. „Natürlich ist uns der vierte Platz lieber als der Achte. Wir wissen aber auch, dass diese Bezirksliga knallhart ist und man sich jeden Punkt hart erarbeiten muss“, lautet die Antwort Iorfidas auf die Frage nach dem weiteren Saisonziel. Im personellen Bereich sucht der Tälesclub händeringend einen zweiten Torhüter. Von der eigenen Zweiten werden laut Iorfida zwei bis drei Talente in den Kader der Ersten aufgenommen. Verlassen wird den Verein Kadir Akyüz, der mit seinen Einsatzzeiten offenbar nicht ganz einverstanden war.

Auf Rang neun ist die Oberligareserve der TSG Backnang zu finden, die sich mit 17 Punkten ein klein wenig Abstand zur Abstiegszone verschafft hat. Allerdings müssen die Roten die Abgänge von Mika Abraham, der aus Studiengründen nach Heidelberg wechselt, und von Jan Groß, der sich seinem Heimatverein SKG Erbstetten angeschlossen hat, verkraften.

Einen Platz hinter den Backnangern rangiert der Aufsteiger TSV Oberbrüden, der mit 15 Zählern aber noch zwei Spiele nachzuholen hat. „Die Vorrunde war absolut in Ordnung. Einzig und allein die Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig. Hier haben wir noch Luft nach oben“, gibt sich Stefan Schaffroth recht zufrieden. Für die Rückrunde hofft der TSV-Abteilungsleiter auf weitere Erfolge. „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, und dazu brauchen wir noch einmal mindestens 15 Punkte“, stellt der Funktionär fest, der weitere Verstärkungen zur Winterpause nicht ausschließen möchte. „Wir hoffen zudem auf die Rückkehr unserer beiden Langzeitverletzten – Marco Bargel und Jens Spahmann.“

14 Punkte sind die Ausbeute des TSV Sulzbach-Laufen, der auf Tabellenplatz elf den Blick nach hinten richten muss. Der Relegationsplatz, den derzeit etwas überraschend der TSV Nellmersbach einnimmt, ist nur zwei Zähler entfernt.

Mit der roten Laterne muss der Landesliga-Absteiger FC Viktoria Backnang überwintern. Auf bescheidene drei Zähler haben es die Grünen in der ersten Saisonhälfte gebracht. Für den Ligaverbleib ist das entschieden zu wenig. „Die Saison lief eigentlich wie erwartet. Mit einem komplett neuen Kader und Spielern, die zum größten Teil aus der Kreisliga-Mannschaft stammen, werden wir es schwer haben die Klasse zu halten“, macht sich Ralf Kosztovics wenig Hoffnung auf den Ligaverbleib. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sich in der Winterpause mit Sega Krubally (SV Steinbach), Mert Celik (TSV Nellmersbach), Francisco Ordonez und Njango Njie (beide Ziel unbekannt) gleich vier Stammkräfte von der Karl-Euerle-Sportanlage verabschiedet haben. Da bleiben für den unermüdlichen FCV-Trainer nur Durchhalteparolen: „Zur Rückrunde müssen wir weiter die Mannschaft formen und den einen oder anderen Sieg einfahren.“

Los geht’s in der Bezirksliga am 18. Februar. Aufsteiger Oberbrüden bekommt es dann mit dem Spitzenreiter aus Remshalden zu tun, der FC Viktoria Backnang empfängt den SV Unterweissach.