Investitionen auf Rekordniveau

Auenwald präsentiert Etat für 2018 – Bau der Mehrzweckhalle sowie Start der Erschließung bei zwei Baugebieten dominieren

Auenwald investiert in diesem Jahr so viel wie noch nie. Ganz im Zeichen des Großbauprojekts Mehrzweckhalle sowie der beiden Baugebiete Hauäcker und Hofäcker steht das Haushaltsjahr 2018. An Bundes- und Landeszuschüssen erhält die Gemeinde über zwei Millionen Euro. Rekordeinnahmen gibt’s bei der Einkommenssteuer. Die Verschuldung verharrt auf hohem Niveau.

Von Florian Muhl

AUENWALD. Weit über fünf Millionen Euro wird die Gemeinde in diesem Jahr für Bauprojekte ausgeben. „Ohne die umfangreichen Zuwendungen von Bund und Land und die gute konjunkturelle Lage könnte die Gemeinde Auenwald dieses ambitionierte Investitionsprogramm allerdings nicht stemmen“, half Karl Ostfalk den Zuhörern in der jüngsten Gemeinderatssitzung, die Rekordsumme einzuordnen. Der Bürgermeister warnte aber auch: „Die Finanzlage der Gemeinde bleibt (...) weiterhin angespannt.“

Bezüglich der beiden geplanten Projekte Wohnbaugebiet Hauäcker in Hohnweiler und Gewerbegebietserweiterung Hofäcker in Mittelbrüden seien im vergangenen Jahr die Weichen dafür gestellt worden, um „im Haushaltsjahr 2018 endlich die beiden Baumaßnahmen anzugehen, die zwingend notwendig sind, um Auenwalder Familien und Betrieben die dringend benötigten Wohnbau- und Gewerbeflächen anbieten zu können“, sagte Ostfalk. Der Neubau der Mehrzweckhalle in Hohnweiler müsse bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden, um die komplette Bundesförderung von etwas über 1,8 Millionen Euro zu erhalten. „Mit dieser Maßnahme liegen wir zum Glück sowohl innerhalb des Zeitplans als auch innerhalb des Kostenrahmens“, so der Bürgermeister. Die Halle soll im November fertig sein.

Wegen der „sehr positiven Finanzentwicklung“ sei „nur eine moderate neue Kreditaufnahme“ notwendig, kündigte Kämmerer Matthias Glassl an. Bei der gleichzeitigen Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 640000 Euro ist – bei Umsetzung aller Maßnahmen – eine Kreditaufnahme von 460000 Euro erforderlich, um den Haushalt auszugleichen. Dessen Volumen beträgt (im Entwurf) knapp 22,8 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Vermögenshaushalt gut 6,1 Millionen, 40,6 Prozent mehr als 2017.

Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stellt mit einem Betrag von fast 4,6 Millionen Euro – so viel wie noch nie – nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde dar. Die Personalausgaben bilden mit 4,2 Millionen Euro die zweitgrößte Ausgabenposition des Verwaltungshaushalts. Davon entfallen allein 1,9 Millionen auf den Kindergartenbereich.

Neben den genannten Bauprojekten schlagen bei den Investitionen noch folgende Maßnahmen zu Buche: die Neugestaltung der Waldstraße in Däfern (355000 Euro), die Neugestaltung der Bürgerwaldstraße im Rahmen der Ortskernsanierung Oberbrüden (770000 für Straßenausbau und Kanalerneuerung), die vollständige Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik (155000), Umbau der Steuerung und Überwachung bei der Abwasserentsorgung (750000).

Wie Glassl sagte, zeige die Erfahrung, dass aus verschiedensten Gründen nicht jedes Projekt angegangen werden kann. Aus diesem Grund geht der Kämmerer davon aus, dass sich der Kreditbedarf im Lauf des Haushaltsjahres 2018 noch „signifikant reduzieren“ wird.

Die Verschuldung (kommunaler Haushalt) wird nach jetzigem Stand zum Jahresende knapp vier Millionen Euro betragen. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt im Vergleich zur Planung 2017 geringfügig aufgrund der höheren Einwohnerzahl und beträgt nun 583 Euro. „Sie liegt aber weiterhin über dem Landesdurchschnitt von derzeit 452 Euro“, sagte Glassl.