Merzbacher kehrt in den Kasten zurück

Handball-Landesligist HCOB II hat gegen Schorndorf sein starkes Torhüterduo wieder zusammen

Von Alexander Hornauer

Handball-Landesligist HC Oppenweiler/ Backnang II will die Spitzenposition verteidigen. Mit der SG Schorndorf kommt am Sonntag um 17 Uhr ein Rivale in die Karl-Euerle-Halle, der im bisherigen Saisonverlauf etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. HCOB-Spielertrainer Sebastian Forch rechnet trotzdem mit einem knappen Spielverlauf und freut sich über die Rückkehr des frischgebackenen Vaters Stefan Merzbacher in den Kasten.

Zuletzt siegte die Drittliga-Reserve der Murrtaler in Oeffingen. Für Forch war es ein „hart erkämpfter Sieg, denn wir haben dort zu viele Fehler gemacht“. Wegen einer Torflaute in der Schlussviertelstunde wurde es eng, die gute Abwehrleistung war letztlich der siegbringende Faktor, zumal Keeper Marcel Wolf in wichtigen Momenten mehrmals zur Stelle war. Die Freude über den Erfolg war groß, auch wenn das Zustandekommen keinen ungeteilten Anlass zur Begeisterung bot – immerhin hatte auch Oeffingen angesichts des drohenden Abstiegs maximalen Einsatz gezeigt. Für die Moral war der Sieg wichtig.

Forch richtete seinen Blick sofort nach dem Abpfiff aufs Spiel gegen Schorndorf. Die SG ist mit 11:19 Punkten Zwölfter und damit Drittletzter und muss klettern, um drinbleiben zu können. Der HCOB-Trainer misst die Remstaler aber nicht an deren bisheriger Ausbeute, „das Team ist besser aufgestellt, als es der Tabellenplatz aussagt“. Mit Adrian Wehner findet sich ein früheres Bittenfelder Ass in Schorndorfs Reihen. Forch rechnet mit einer engen Begegnung, aber „zuletzt haben wir in Oeffingen beim 25:24 ja bewiesen, dass wir auch enge Spiele gewinnen können“.

Der HCOB kann am Sonntag fast komplett antreten, nur der am Kreuzband verletzte Rückraumspieler Björn Thau fehlt. Dagegen kehrt Merzbacher zurück. Der Keeper war zuletzt nicht dabei, weil er Vater wurde. Nun packt er wieder die Sporttasche und stellt sich zwischen die Pfosten. Für den Job im Kasten haben die Hausherren damit die Qual der Wahl, denn Wolf hatte gegen Schorndorf schon beim 27:21 im Hinspiel viele Bälle abgewehrt. Insgesamt ist klar: Den Grundstein für einen erneuten Heimsieg wollen die HCOB-Handballer mit einer guten Abwehr und wenigen Gegentoren legen.