„Schön, dass uns Nopper mit seiner Schaffenskraft erhalten bleibt“

Stadträte, Abgeordnete und Kollegen freuen sich über Frank Noppers klaren Sieg und zollen dem Herausforderer Volker Dyken Respekt für seine Kandidatur

Richard Sigel

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Die Bewertung der Wahl war bei den politischen Amtsinhabern auffallend ähnlich: Lob für den wiedergewählten Amtsinhaber, Respekt für den Herausforderer und fast durchweg Zufriedenheit über die Wahlbeteiligung.

Gerhard Ketterer (CDU): Die Wahlbeteiligung ist sehr erfreulich, insofern haben viele Leute die großartige Arbeit unseres Oberbürgermeisters honoriert. Positiv war, dass der Wahlkampf so fair und freundlich geführt wurde und letztendlich auch zu einem ganz überzeugenden Ergebnis geführt hat. Es ist schön, dass uns Nopper in den nächsten acht Jahren mit seiner Schaffenskraft erhalten bleibt.

Heinz Franke (SPD): Ich freue mich über die gute Wahlbeteiligung, die nach den Erfahrungen in anderen Großen Kreisstädten so nicht zu erwarten war. Sicher hat der Herausforderer mit einem inhaltlichen Gegenentwurf dazu beigetragen, dass mehr Bürger zur Wahl gegangen sind. Das ist ein gutes Ergebnis und eine gute Mehrheit. Es hat aber auch gezeigt, dass Dyken kein Juxkandidat war, sondern dass er einen durchaus respektablen Wahlkampf geführt hat. Jetzt müssen wir schauen, dass einige unserer Themen, die noch nicht umgesetzt sind, angegangen werden. Stichworte sind hier etwa die Kinderbetreuung oder das Thema bezahlbarer Wohnraum.

Karl Scheib (Bürgerforum Backnang): Das ist ein toller Erfolg für Nopper, wie erwartet. Ich fand es gut, dass es einen Gegenkandidaten gab, so wurde es erst zu einer Wahl. Lob an die Backnanger Kreiszeitung, dass sie die Podiumsdiskussion gemacht hat, bei der es schon etwas zur Sache ging. Die Wahlbeteiligung ist durch Dyken so gut geworden, obwohl zu jeder Zeit klar war, dass Nopper sich wieder durchsetzt. Er kommt bei der Bevölkerung gut an. Er lebt für Backnang, er ist zu 100 Prozent hier angekommen.

Willy Härtner (Grüne): Für den Oberbürgermeister freue ich mich, dass er mit einem so überzeugenden Ergebnis gewählt worden ist. Und bei Volker Dyken möchte ich mich bedanken für seinen Einsatz, er ist eine Bereicherung für die Demokratie. Ich bin ein bisschen enttäuscht über die Wahlbeteiligung bei so einem wichtigen Amt. Dass die Bürger nicht mehr zur Wahl gehen und die Chance nutzen, etwas zu verändern oder zu bewegen.

Lutz-Dietrich Schweizer (Christliche Initiative Backnang): Die Wahl ist so ausgegangen wie erwartet. Ich freue mich auf weitere acht Jahre Zusammenarbeit mit Frank Nopper und bin Volker Dyken dankbar, er hat einen Wahlkampf ermöglicht, in dem unser Oberbürgermeister einige Aussagen gemacht hat, die wir in Zukunft vielleicht verwenden können. Stichworte sind hier etwa Flüchtlinge und Bürgerbeteiligung. Ich habe gedacht, es würden mehr Leute zur Wahl gehen. Aber es war heute tagsüber sehr kalt.

Matthias Klopfer (OB Schorndorf): Ich freue mich auf weitere acht Jahre Zusammenarbeit mit Nopper. Er ist ein streitbarer Kollege. Wir brauchen selbstbewusste Kommunalpolitiker. Er ist einer, der auch mal klare Kante zeigt.

Andreas Hesky (OB Waiblingen): Man sieht, dass die Backnanger Nopper schätzen. Er engagiert sich für seine Stadt und wird das auch weiterhin tun. Er tut es auf seine eigene Art, die man kennt und schätzt. Und seinen Humor mag ich auch. Klar: Manchmal ist man auch unterschiedlicher Meinung. Aber er ist ein Charakterkopf. Selbst wenn er manchmal über die Stränge schlägt, meint er es nicht böse, er ist menschlich integer.

Richard Sigel (Landrat Rems-Murr): Die Wahlbeteiligung von knapp 40 Prozent ist überwältigend und – wenn man übers Land schaut – eine große Ausnahme. Sie ist sicher dem sehr engagiert geführten Wahlkampf geschuldet. Die Wahl hat gezeigt, dass sich Backnang für den OB entschieden hat, der die Stadt vorangebracht hat und es auch in den nächsten acht Jahren tun wird. Die Begeisterung, mit der er sein Amt ausübt, die springt über. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Rems- und dem Murrteil und zwischen uns beiden.

Gernot Gruber (Landtagsabgeordneter SPD): Herzlichen Glückwunsch zur überzeugenden Wiederwahl. Ich werte es als Vertrauensbeweis von einer parteiübergreifenden Mehrheit. Die Wahlbeteiligung von fast 38 Prozent und die 87 Prozent für Nopper sind ein Lob der Bürger für das hohe Engagement und ein Ansporn, sich in den nächsten acht Jahren wie gewohnt für Backnang ins Zeug zu legen. Für Dyken ist es ein Achtungserfolg.

Wilfried Klenk (Landtagsvizepräsident CDU): Die gute Arbeit des OB in den letzten 16 Jahren wurde durch dieses Ergebnis bestätigt und honoriert. Der Umgang der beiden Kandidaten im Wahlkampf war eine Bereicherung für die Demokratie, was sich in der Wahlbeteiligung widerspiegelt. Nopper war vom ersten bis zum heutigen Tag präsent, engagiert und kämpferisch für seine Murr-Metropole.