Die Festhalle wird zum Urwald

Prunk- und Elferratsitzung des Sulzbacher Carnevalsvereins unter dem Motto Dschungel – Drei Stunden närrisches Programm

Jetzt wird‘s laut: Die „Guggamusigg Rommdreibr“ aus Rechberghausen bringt Stimmung in die Sulzbacher Festhalle. Foto: J. Fiedler

Von Helga Übelmesser

SULZBACH AN DER MURR. Dschungel-Atmosphäre und närrisches Karnevalstreiben beherrschten am Samstagabend die mit allerlei Tieren wie Papageien, Gorillas und Schlangen geschmückte Sulzbacher Festhalle. Auch das Bühnenbild bei der Prunk- und Elferratsitzung des Sulzbacher Carnevalsvereins (SCV) passte zum Motto Dschungel mit tropischem Wald, Urwaldpflanzen, Affen und Vögeln. Mit Frauenpower führte das Präsidenten-Dreigestirn Birgit Kollak, Miriam Staita und Karola Lutz durch die dreistündige närrische Veranstaltung.

Trommelwirbel und Urgeschrei kündigten den Einmarsch der Aktiven zum Dschungeltanz an. Es ging Schlag auf Schlag. Die Guggenmusik „Wasserschnalzer Schludda Gugga“ aus Wasseralfingen heizte dem Publikum ein. Passend zum Dschungel traten die Musiker von Kopf bis Fuß in Grün auf und animierten die Gäste zu Schunkelrunden. Eine Premiere war der Auftritt der sechs feschen Jungs vom Fußballverein, die in Lederhosen tanzten. Schwungvoll präsentierte sich auch die Rote Garde in ihren neuen Uniformen beim Schautanz. Später begeisterten die Mädchen der Roten Garde noch einmal mit einem fetzigen Auftritt – diesmal allerdings ganz in Grün als Dschungel-Ladys zur Melodie „Die Affen“.

Schwierige Männersuche
für Lisbeth Möchtegern

Passend zum Thema „Dschungel“ wirbelten auch 16 Tatzelwürmchen, der Narrensamen, in roten Röckchen über die Bühne zum Tanz mit dem Gorilla. Zur Melodie „König im Affenstall“ tanzten die Majoretten als allerlei kleines Getier des Dschungels über die Bühne. Ein besonderes Schmankerl war der „Hoppes“ in der Bütt. Helmut Flohr aus Bühlertann erzählte vom Miesepeter, vom positiven Sehen nicht nur zu Fastnacht und von Träumen in der Nacht. Einen flotten Gardetanz zeigte die Blaue Garde auf der Bühne. Viel Beifall erhielten auch die Tanzmariechen Laura Godanci und Laura Veil. Zwischendurch spielte die Kapelle „Night Life“ Stimmungslieder und Schunkler.

Als Lisbeth Möchtegern trat Bianca Mücke in die Bütt und erzählte, wie schwierig es sei, einen passenden Mann zu finden, der weder Hypochonder ist, noch ein Gigolo oder ein besoffener Herzchirurg. Die Gruppe Geistreich von Spartenleiter Sven Kollak hatte sich als Wald-Arbeiter mit Säge und Beil kostümiert, die im Dschungel aufräumen. Die Sulzbacher Stäffeleshexen kehrten fleißig den Hallenboden und zeigten einen besonderen Hexentanz, bei dem sie den Teufel vom Teufelstein (Markus Pflaum) mehrfach durch die Luft warfen. Verschiedene Hexenpyramiden wurden vom Publikum mit viel Beifall belohnt.

Kostümpreise für
Zebras und Giraffen

„Herzbeben“ untermalte den Auftritt der Leuchtstabmajoretten, die grüne Ornamente mit ihren Stäben auf der verdunkelten Bühne zauberten. Sie tanzten als „rote Papageien“ weiter. Dann wurde es wieder laut auf der Bühne: Die „Guggamusigg Rommdreibr“ aus Rechberghausen in ihren blauen Masken und türkis-glänzender Kleidung brachte Stimmung in die gut besuchte Festhalle.

Für besonders kreative Kostüme zum Thema Dschungel gab es auch wieder Preise: So wurden beispielsweise Zebras, Dschungelforscher, Farn, Giraffen, Moos und Kamel ausgezeichnet. Den diesjährigen Jahresorden erhielten verschiedene bekannte Persönlichkeiten, darunter Sulzbachs Bürgermeister Dieter Zahn, Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk, Landtagsabgeordneter Gernot Gruber, die Bürgermeister Christoph Jäger (Großerlach) und Uwe Bossert (Spiegelberg) sowie die Abordnungen befreundeter Karnevalsvereine.

Nach dem Einmarsch aller Aktiven zum großen Finale mit der Guggenmusik aus Rechberghausen, endete das Bühnenprogramm und die Bar öffnete. Bis in die frühen Morgenstunden spielte die Kapelle Night Life, und eine lange Polonaise zog durch die Festhalle.