Auf Aspach wartet ein rauer Wind

Fautenhau-Elf im Schwabenduell bei heimstarken Ostälblern

Warm anziehen müssen sich Aspachs Drittligafußballer am Samstag. Ab 14 Uhr sind sie im Schwabenduell beim VfR Aalen zu Gast. Und auf der Ostalb ist es bekanntlich nicht nur meist einen Kittel kälter als im Murrtal, die Gastgeber gelten auch als extrem heimstark. SG-Trainer Sascha Hildmann ist sich sicher: „Der VfR wird uns alles abverlangen.“

Fordert vollen Einsatz, damit die SG in Aalen etwas Zählbares holt: Sascha Hildmann. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Die Frage, ob das 1:1 zu Hause gegen Spitzenreiter Paderborn nun ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene Zähler war, stellte vergangenen Samstag erst gar niemand. Zu groß war die allgemeine Zufriedenheit mit der Leistung der Fußballer der SG Sonnenhof. „Man hat gesehen, was möglich ist, wenn wir die geforderte Konzentration und Mentalität auf den Platz bringen und uns gleichzeitig von einem Gegentor nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobte Hildmann seine Elf, die dank des Teilerfolgs ihr Punktekonto auf 32 Zähler aufstockte und am punktgleichen Aufsteiger SV Meppen vorbei auf den neunten Rang hochkletterte.

Hildmanns morgiger Widerpart Peter Vollmann war da schon deutlich weniger zufrieden. „Das ist eine Frage der Einstellung“, haderte Vollmann vergangenes Wochenende nach der 0:2-Niederlage des Tabellenelften bei den SF Lotte, ehe der 60-Jährige verärgert nachlegte: „Man muss nur die Trikots anschauen und man weiß, wer das Spiel gewonnen hat.“ Wobei der VfR in der Fremde in dieser Runde schon zuvor nur ganz, ganz selten Bäume ausgerissen hatte. Gerade mal sieben Punkte gab’s in den bisherigen elf Begegnungen für das Team um den ehemaligen Aspacher und einstigen TSG-Jugendspieler Matthias Morys. Ein Zähler stammt dabei vom 0:0 im Hinspiel im Fautenhau. In der Auswärtstabelle sind die Kicker von der Ostalb dann auch nur Sechstletzter. Zu Hause sieht es beim ehemaligen Zweitligisten dagegen viel besser aus: Zwölf Spiele, 24 Punkte, Rang vier hinter Paderborn, Magdeburg und dem Karlsruher SC. Eine Bilanz, die Sascha Hildmann kennt und deshalb sagt: „Aalen ist extrem heimstark und wird uns alles abverlangen.“

Für den SG-Coach steht fest, dass seine Mannschaft ähnliche Tugenden wie gegen Paderborn an den Tag legen muss, will sie die Ostalb-Arena nicht mit leeren Händen verlassen: Engagement, Mut im Spiel nach vorne. „Wir wollen genau diese Leistung bestätigen“, fordert der 45-jährige Trainer und ist sich sicher: „Wenn wir an diesen Kampf und Einsatzwillen aus der Vorwoche anknüpfen, dann gelingt es uns auch beim Württembergduell, die Rückreise mit etwas Zählbarem im Gepäck anzutreten.“

Aspachs letzten Dreier

gegen den VfR Aalen

gab’s im April 2016

In vier von fünf bisherigen Drittliga-Duellen mit dem VfR hat die SG was geholt. Zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. Wobei Aspachs letzter Dreier vom 2. April 2016 datiert. Torschütze des 1:0 damals: Sebastian Schiek. Morgen kommt für den 27-Jährigen ein Einsatz von Beginn an wohl zu früh. Zwar ist die Entzündung am Knie abgeklungen und der Rechtsverteidiger wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, doch noch gilt er nur als Option für einen Platz auf der Bank.