- Sport 31.08.2010
Kein Freibrief: Entscheidung erst am Freitag
SG ist aber guter Dinge, gegen 1860 II in Heilbronn kicken zu können
(stg). Heute um 19 Uhr muss Fußball-Regionalligist SG Großaspach bei der Erstliga-Reserve von 1899 Hoffenheim antreten. Diesem Duell im Dietmar-Hopp-Stadion widmen Trainer Alexander Zorniger und sein Team die ganze Konzentration. Die Funktionäre sind derweil mit Nachdruck dabei, einen Ausweg aus dem Rasen-Dilemma im Frankenstadion in Heilbronn zu finden.
Nachdem sich Vertreter des Vereins und der Stadt am vergangenen Samstag auf den Kompromiss geeinigt hatten, dass zumindest an den extrem beschädigten Stellen nun doch Rollrasenteile für Besserung sorgen sollen (wir berichteten), wurde gestern Mittag der nächste Schritt vollzogen. Thomas Proksch vom Württembergischen Fußballverband ließ sich bei einem Vor-Ort-Termin erklären, was die Gartenbaufirma bis zu dem am Sonntag anstehenden Heimspiel gegen 1860 München II vor hat. Etwa 1000 Quadratmeter Rollrasen sollen verlegt werden – was die Stadt inklusive der bereits erledigten und bis zur Winterpause noch anstehenden Arbeiten laut SG-Geschäftsführer Thomas Deters etwa 37000 Euro kosten wird. Proksch telefonierte anschließend mit Hans Scheuerer, dem Geschäftsführer des Süddeutschen Fußballverbandes (SFV). Das Ergebnis: „Wir bekommen keinen Freibrief“, sagt Deters und äußert Verständnis. Jedoch sehe Proksch gute Chancen, der Austragung der Partie in Heilbronn zuzustimmen – wenn die ihm skizzierten Maßnahmen fruchten. Ob sie das getan haben, entscheidet eine Platzkommission am Freitag um 12 Uhr. Für den Fall, dass der Platz dann wieder für nicht regionalliga-tauglich befunden wird, muss Aspach vorsorgen. „Wir müssen unabhängig davon ein Ausweichstadion nennen“, erklärt Deters und spricht vom Waldaustadion in Degerloch als wahrscheinlichem Domizil. Präsentiere der Verein keine Ausweich-Spielstätte und die Partie müsste deshalb abgesagt werden, wäre die SG die Punkte wohl am grünen Tisch los.

