Harsche Kritik von Rangnick an Verlierern

Hoffenheimer Einfallslosigkeit ärgert den Bundesligatrainer aus Backnang

(uwe). Selbstverständlich ließ sich der Backnanger Ralf Rangnick die Begegnung gestern Abend nicht entgehen. Immerhin ist der Cheftrainer der TSG Hoffenheim seit vielen Jahren Mitglied bei der SG Sonnenhof Großaspach. Das mag den Bundesligacoach der Kicker aus dem Kraichgau vielleicht ein wenig über die Niederlage der U23 seines Vereins hinweg getröstet haben. Am harschen Urteil zum Niveau der Partie änderte das aber nichts: „Schwach.“ Die Hoffenheimer Elf sei mit den völlig falschen Mitteln zu Werke gegangen. „Zu viele hohe Bälle durch die Mitte. Von uns war das extrem schlecht“, ärgerte sich Rangnick. Und noch etwas schrieb der Fußballlehrer den Jungspunden seines Vereins ins Stammbuch: „Wir haben nicht gut gepresst.“

Großaspachs sportlicher Leiter Joannis Koukoutrigas war den Seinen verständlicherweise wesentlich zufriedener: „Wir haben unser Ziel erreicht. Die Mannschaft hat sich ins Spiel reingekämpft, hat sich reingebissen.“ Und noch etwas gefiel dem SG-Manager: „Wir haben sie gezwungen, dass sie hohe Bälle in die Spitze spielen.“ Dass es in der Offensive kaum Glanzlichter gab, war für Koukoutrigas dann auch kein Problem: „Am Ende der Saison zählen die Punkte, die wir geholt haben.“ Sechs sind das nach drei Saisonspielen. Und waren bisher alle auswärts. Punktemäßig ist Aspach gut aus den Startblöcken gekommen.

Lob für die SG Sonnenhof gab’s von Hoffenheimer Seite auch noch. Trainer Markus Gisdol, der vor drei Jahren beim damaligen Oberligisten Großaspach bekanntlich kurzfristig den Bettel hingeschmissen hat, analysierte: „Der Gegner hat die Passwege gut zugestellt. Dadurch haben wir Schwierigkeiten gehabt, Lücken zu finden.“ Zu hart wollte Hoffenheims Coach mit seiner Elf deshalb aber nicht ins Gericht gehen: „Meine Mannschaft braucht solche Teams, um zu lernen, richtig dagegenzuhalten. Gegen andere U23-Teams geht das nicht.“