- Hochwasser18.01.2011 02:57:09
Trotz Ernst der Sache kühlen Kopf und den Humor bewahren
Auch ich war in einer Samstags-Aktion damit beschäftigt, einen Teil des gigantischen Schadens durch das Hochwasser zu beseitigen. So wurde noch durch die Feuerwehr (an dieser Stelle eine "Dankeschön" im Namen der Bevölkerung an alle ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen) am Samstag der Keller eines ehemaligen Ladengeschäfts fast ganztägig ausgepumpt. Im Keller dieses Ladens kamen dann verschiedene "nasse" Schilder ans Tageslicht. Bei zwei Schildern war mir im Keller klar, dass trotz des Unglücks ein kühler Kopf gespickt mit ein bißchen Humor trotz allem dazugehört. So hab ich folgende zwei Schilder im Eingangsbereich passender Weise sichtbar aufgestellt und nicht gleich im Container versenkt: "Alles muss raus" sowie "Wir bauen für Sie um". Ich möchte die Angelegenheit nicht herunterspielen, aber etwas Humor zwischen den ernsten Themen hilft, die Sache besser zu verkraften. Ein Feuerwehrmann hat meinen Spaß übrigens verstanden. Bei der Aufstellung des zweiten Schildes und meiner Fotoaktion ist er zu mir gekommen und hat gemeint, dass er schon beim ersten Schild schmunzeln musste, aber das zweite Schild wäre ja auch noch passender (Wir bauen für Sie um). Hab darauf nur gemeint, dass ein bißchen Spaß bei allem Ernst der Sache einfach sein muss.
Es ist der Wahnsinn, was alles kaputt ist und "weggeworfen" werden muss, da nichts mehr damit anzufangen ist. Es sieht chaotisch aus, es ist ein riesen Geschäft alles aus dem Keller zu holen und wegzubringen. Zwischendurch hat es geheißen, dass der Container zwar abgeholt werden kann, aber kein neuer hergestellt werden könnte, da die Deponien nicht geöffnet hätten. Ich kenne den genauen Hintergrund und die Lösung nicht, aber ich war dankbar, dass nach unserem Mittag ein neuer Containier vor der Türe stand und es weitergehen konnte.
Da ich selbst auch ehrenamtlicher Helfer einer großen Hilfsorganisation bin, bin ich froh, dass trotz dem großen Schaden hierbei kein Mensch sein Leben verlieren musste, wie es doch häufig in anderen Regionen/Ländern der Fall ist.
Matthias Müller, Maubach



