Am Ende noch eingebrochen

Thomas Pumm belegt beim Ironman in Florida unter 2800 Startern trotzdem den 120. Platz

Beim Ironman in Florida ein Ticket für den Klassiker auf Hawaii 2010 zu lösen, war das Ziel von Triathlet Thomas Pumm vom TC Backnang. Das klappte nicht, doch der 120. Gesamtplatz unter 2800 Startern sowie der 33. Rang unter 385 Sportlern der Altersklasse M35 bis 39 sind wahrlich auch nicht von Pappe.

War mit seinem Rennrad flott unterwegs: Triathlet Thomas Pumm vom TC Backnang.Foto: privat

Für die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Golf von Mexiko, die 180 Kilometer auf dem Sattel und den Marathon benötigte Pumm 9 Stunden, 50 Minuten und 44 Sekunden. 9.10 bis 9.20 Stunden hatte der Ausdauerathlet aus Rudersberg vorher angepeilt und gehofft, damit eines von nur acht begehrten Hawaii-Tickets in seiner Altersklasse ergattern zu können.

Wie hart der Wettbewerb werden würde, ahnte Pumm nach dem Massenstart. 5600 Arme sorgten für starken Wellengang und der TCB-Athlet schluckte eine Menge Salzwasser. Das Schwimmen kostete viel Energie. Nach 1.03,12 Stunden erreichte Pumm die Wechselzone und kletterte aufs Rennrad. Es dauerte trotz angenehmen Rückenwinds eine Weile, bis der Sportler aus dem Wieslauftal in die Gänge kam. Nach 180 Kilometern zeigte die Stoppuhr eine Radzeit von 4.54,56 Stunden – etwa das, was sich Pumm vorgestellt hatte. Er war guter Dinge. Nach einer kleinen Panne in der Wechselzone, in der er den falschen Materialbeutel erhielt und das erst im Umkleidezelt bemerkte, war der Schwabe selbst überrascht, wie gut er sich auf den ersten Marathon-Kilometern bei 25 Grad Lufttemperatur (die sich bei Sonnenschein auf dem Asphaltkurs heißer anfühlten) fühlte. 1.35 Stunden für die Hälfte der Distanz ließen Pumm auf eine Top-Zeit hoffen. Das Problem: Nach 32 Kilometern begannen die Kräfte rapide zu schwinden und nach 37 Kilometern artete es in eine einzige Quälerei aus: „So extrem habe ich es noch nie erlebt. Ich hatte wirklich Mühe, die letzten fünf Kilometer ins Ziel zu gehen.“ Er nahm’s locker: „Das kann bei einem Ironman eben passieren.“ Immerhin brachte Pumm das Rennen mit einer Marathonzeit von 3.44,07 Stunden zu Ende.