Alle Eingriffe ausgleichbar

Der Naturschutz

„Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass wir gegen regionalplanerische Vorgaben verstoßen.“ Und: „Die Artenvielfalt ist deutlich geringer, als zu erwarten gewesen wäre.“ Mit diesen Worten äußerte sich Stadtplanungsamtsleiter Stefan Setzer zum heiklen Thema Naturschutz, die Zippertswiesen betreffend. Die von den Naturschützer beschworene heile Welt gibt es anscheinend nicht. Denn das Gebiet sei durch den Betrieb im bestehenden Mineralfreibad bereits vorbelastet. Fünf Fledermausarten wurden registriert. Allerdings jagen diese dort nur, brüten aber woanders. Und streng geschützte Vogelarten gebe es in den Zippertswiesen auch nicht. Deshalb unterstrich Setzer: „Alle Eingriffe sind ausgleichbar.“

Heinz Franke (SPD) wunderte sich über die „so unterschiedliche Darstellung bezüglich der Arten“. Setzer betonte, dass die ihm vorliegenden Zahlen aktuell seien. Und er versicherte ein weiteres Mal, dass der Eingriff in die Zippertswiesen „naturschutzrechtlich vertretbar“ sei. Franke war übrigens der einzige Stadtrat, der in Sachen Naturschutz nochmals nachgehakt hatte.