Wärme fürs Bad aus Mais und Mist

Die Energieversorgung

Alle Bieter haben in ihren Konzepten Blockheizkraftwerke (BHKW) vorgesehen. Ein Bereich, in dem die Stadtwerke GmbH ins Spiel kommt. Wie berichtet, sollen Stadtwerke und Bäderbetrieb aus steuerlichen Gründen eine Holding bilden. Stadtwerkechef Markus Höfer informierte darüber, dass im Zusammenhang mit dem Hallenbadbau die Erstellung einer Biogasanlage geplant ist. Ihren Platz finden soll sie südlich der alten Straße nach Steinbach. Das erzeugte Biogas soll dem BHKW zugeführt werden. Nach Darstellung Höfers bringt die Biogasanlage für alle Beteiligten nur Vorteile. Für die Stadt und die Umwelt sowieso, aber auch für die Landwirte. Die Anlage wird die Größe eines Fußballplatzes einnehmen. Um sie zu betreiben, werden Gras, Mais und Zwischenfrüchte von einer Fläche mit ungefähr 175 Hektar benötigt. Vergärt werden sollen außerdem Rindermist und Gülle. Geruchsbelästigung schließt Höfer aus. Die Gärbehälter seien verschlossen, damit das Biogas nicht entweichen kann. Während Daniel Mouratidis (Grüne) das BHKW mit Biogasanlage als „die richtige Energieform“ bezeichnete, wertete sie Alfred Bauer (BfB) als „Schuss in den Ofen“. Auch Dr. Lutz-Dietrich Schweizer (CIB) hatte seine Bedenken. Es sei „ein verantwortungsloses Verbrechen“, dass Lebensmittel zur Energiegewinnung verbrannt würden. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Volker Schwarze war dagegen von dem Energiekonzept angetan: „Es spart uns eine Menge Geld und ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.“