Gute Ideen werden gewürdigt

Gründerpreis der Kreissparkasse: Ingenieurbüro, Personaldienstleister und Augenoptikerin als Sieger

Das Dutzend ist voll: zum 12. Mal vergab die Kreissparkasse den Gründerpreis Rems-Murr. Großer Gewinner ist die Greening GmbH& Co. KG aus Leutenbach, ein Ingenieurbüro, das Ideen für die Mobilität der Zukunft entwickelt.

Freuen sich über die Preise (von links): Regina Broda von GT people work, Dr. Uwe Kehn von Greening, Margarita Kastner von Brillenhandwerk Kastner mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse, Ralph Walter.Foto: E. Layher

Von Peter Wark

WAIBLINGEN. 22 Existenzgründer beteiligten sich mit ihren jungen Unternehmen am Gründerpreis. Damit kommen 40 Prozent aller Teilnehmer landesweit aus dem Rems-Murr-Kreis, wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Ralph Walter, bei der Preisverleihung sagte. Er lobte: Die Teilnehmer hätten ihre Zukunft selbst in die Hand genommen und würden nicht darauf warten, „dass ihnen einer über die Straße hilft“. Der Gründerpreis sei vor allem auch dazu da, dass die neu gegründeten Unternehmen Kontakte knüpfen und Netzwerke bilden könnten.

Ein Blick in die Besucherreihen bestätige das: Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren dabei, als im Casino des Geldinstituts in Waiblingen die Preise vergeben wurden. Hightech-Ideen für den umweltfreundlichen Verkehr von morgen entwickelt die Firma Greening von Dr. Uwe Kehn. Das Unternehmen erhielt den mit 5000 Euro dotierten 1. Preis. Das Ingenieurbüro hat seinen Sitz in Leutenbach und beschäftigt 6 Personen. Der Fokus liegt auf Antriebstechnologien und Leichtbau für den Automobilbau, aber auch für den Schienenverkehr. In einer ausführliche Präsentation stellte Chef Uwe Kehn das Unternehmen vor, das mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen zusammenarbeitet. Kehn stammt aus Backnang und war vor der Gründung seines Unternehmens viele Jahre in führenden Positionen in der Branche tätig. Mit seiner Geschäftsidee hat Kehn übrigens auch auf Landesebene für Furore gesorgt und den zweiten Preis im Gründerwettbewerb gewonnen.

Die Jury (bestehend aus Ralph Walter von der Sparkasse, Unternehmer Harro Höfliger, IHK-Geschäftsführer Hans-Martin Gayer und den Journalisten Reinhard Fiedler und Martin Winterling) erkannte den zweiten Preis (3000 Euro) auf regionaler Ebene einem Personaldienstleistungsunternehmen zu: der GT people work GmbH aus Ludwigsburg. Regina und Thomas Broda vermitteln Zeitarbeitskräfte. Dabei haben sie vor allem die Altersgruppe 50 plus sowie Fach- und Führungskräfte und Akademiker im Blick, die sie für die Firmen gewinnen wollen. Es sei ein Ziel des Unternehmens, das die Zeitarbeit in einem positiveren Kontext wahrgenommen werde als bisher, sagte Regina Broda bei der Präsentation ihres Unternehmens.

Der mit 2000 Euro dotierte dritte Preis geht an die Augenoptikermeisterin Margarita Kastner aus Remshalden. Ihre im Februar gegründete Firma Brillenhandwerk Kastner bietet einen Einschleifservice für Brillen an, prüft Fassungen und Gläser. Diese Dienstleistung bietet sie speziell solchen Optikern an, die auf hochqualitative Gläser und Verarbeitung setzen. Sie montiert die Gläser nach einem Katalog von etwa 30 vorgegebenen Parametern und dokumentiert die einzelnen Schritte genau.

Im Anschluss an die Preisverleihung fand ein Existenzgründer-Workshop statt, an dem zahlreiche Interessenten teilnahmen. Wer weiß, vielleicht gewinnt einer von ihnen beim 13. Gründerwettbewerb einen der Preise.