Gruber: SBS steht nicht vor dem Ende

SPD-Landtagsabgeordneter widerspricht Äußerungen seines CDU-Kollegen Klenk

Unterschiedlich äußern sich die beiden Landtagsabgeordneten Gernot Gruber (SPD) und Wilfired Klenk (CDU) zur Förderung des Programmes „Singen-Bewegen-Sprechen (SBS)“. Das Programm stehe nicht vor den Ende, sagt Gruber, und widerspricht Klenks jüngsten Äußerungen (wir berichteten).

BACKNANG (pm). Gernot Gruber hat sich erfreut über eine Mitteilung des Kultusstaatssekretärs Dr. Frank Mentrup geäußert, in der dieser der Darstellung des CDU-Landtagsabgeordneten Wilfried Klenk, dass das Projekt „Singen-Bewegen-Sprechen“ vor dem Aus stehe, widersprochen hat. Dieses erst im vergangenen Jahr eingeführte Projekt der frühpädagogischen Förderung wird in Zusammenarbeit mit Musikschulen und Vereinen der Laienmusik in Kindergärten umgesetzt.

Gernot Gruber: „Die neue Landesregierung wird wichtige Bestandteile des Landesprogramms ,Singen-Bewegen-Sprechen‘ (SBS) aufgreifen und weiterentwickeln. Das hat mir mein Fraktionskollege Kultusstaatssekretar Dr. Frank Mentrup persönlich versichert.“

Das Kultusministerium plane, Inhalt und Instrumente des Landesprogramms für die breit angelegte Sprachförderung in den Kindergärten zu übernehmen. Damit sei es im Rahmen des Ausbaus der Sprachförderung möglich, diese nicht nur im letzten, sondern in allen drei Kindergartenjahren anzubieten. Die Sprachförderung solle zum Kindergartenjahr 2012/13 sogar ausgebaut werden, wodurch die ursprüngliche Beschränkung des Projektes SBS auf lediglich 1400 Gruppen wegfällt und die Sprachförderung in allen über 8000 Kindertagesstätten des Landes zur Verfügung gestellt werden kann.

Die frühere Landesregierung habe das Projekt „Singen-Bewegen-Sprechen“ zwar für die 1400 Gruppen versprochen und bereits entsprechende Kooperationsverträge mit Kindertagesstätten und Grundschulen abgeschlossen, in ihrer Finanzplanung jedoch von Januar 2012 an keinen einzigen Euro in der Haushaltsplanung hinterlegt, teilt Gruber mit.

Der versprochene und finanziell nicht hinterlegte Endausbau hätte jährlich mit rund 26 Millionen Euro zu Buche geschlagen, ohne dass ein einziger zusätzlicher Standort möglich gewesen wäre, so der SPD-Mann. Die Äußerungen des CDU-Abgeordneten Klenk, dass auch die „Bildungshäuser“ dem Rotstift zum Opfer fallen würden, sei so nicht richtig, betont Gruber. Das habe seine Nachfrage beim Kultusministerium erbracht. In den unter dem Begriff Bildungshäuser zusammengefassten Einrichtungen sollen Kindergärten und Grundschulen pädagogisch unter ein Dach gebracht werden, um den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule reibungsloser zu ermöglichen.

Gruber: „Beim Bildungshaus waren von der früheren Landesregierung in diesem Jahr 90 neue Standorte bewilligt worden, deren Finanzierung jedoch vom Schuljahr 2012/13 an nicht mehr gesichert ist.“

Der Backnanger SPD-Abgeordnete schließt mit Kritik an der früheren CDU/FDP-Regierung: Bei den Projekten „Singen-Bewegen-Sprechen“ und „Bildungshaus“ zeige sich eine mangelnde Verlässlichkeit der früheren Landesregierung bei der finanziellen Ausstattung angekündigter Vorhaben. Die neue Regierung wolle die Finanzierung solide gewährleisten, so Gruber.