Mit Heimbewohnern nach Gott suchen

Pfarrstelle im Alexander-Stift wieder besetzt: Margit Ilzhöfer wurde in ihr neues Amt eingeführt – Stelle zunächst nur 50 Prozent

Seelsorge und Gottesdienste: Das sind die Hauptaufgaben der neuen Pfarrerin Margit Ilzhöfer (Zweite von rechts), die von Hausleiterin Barbara Vogt, Dekan Wilfried Braun (Zweiter von links) und Geschäftsführer Helmut Reder willkommen geheißen wurde. Foto: privat

GROSSERLACH (pm). Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde Pfarrerin Margit Ilzhöfer im Alexander-Stift in ihr neues Amt eingeführt. Sie tritt die Nachfolge von Pfarrer Heinrich Kuttler an, der sich Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand verabschiedete.

Es ist ein sonnendurchfluteter Morgen in Neufürstenhütte, der Speisesaal im Alexander-Stift voll besetzt – gespanntes Warten, andächtige Stille. Dem Gottesdienst scheint ein besonderer Reiz innezuwohnen. „All Morgen ist ganz frisch und neu“, das gemeinsame Lied wie die Schriftlesung der Seligpreisungen aus dem Matthäus-Evangelium eröffnen den Gottesdienst, den Margit Ilzhöfer in Predigt und Liturgie beherzt an ihrer neuen Wirkungsstätte fortführt. Dem Gottesdienst folgt ein herzliches Willkommen. Die Grüße des Gesamtvorstandes und ganz persönliche überbringt Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten: „Du hast eine Aufgabe übernommen, die bereichernd und aufbauend sein kann. Du bist als Mensch gefragt, der zuhört und versteht, der tröstet und aufrichtet, der hilft beim Abschiednehmen und Loslassen.“

Der Freude ob der Wiederbesetzung der Pfarrstelle schließt sich Sven Lüngen, Geschäftsführer des Alexander-Stifts an. „Ich bin froh, dass wir als diakonische Einrichtung mit Ihnen auch in Zukunft eine Pfarrerin für die theologische und seelsorgerische Begleitung und Mitgestaltung unserer Arbeit haben.“ Den Willkommensgruß der Kirchengemeinde Großerlach-Grab überbringt Edith Beck, langjährige Vorsitzende des Kirchengemeinderates, auch im Namen des Pfarrer-Ehepaares Franz, das aufgrund Krankheit nicht kommen konnte.

Im Namen des Kirchenbezirks Backnang hatte Dekan Wilfried Braun in einem vorangegangenen Gottesdienst seinen Dank und mit Psalm 121 Margit Ilzhöfer einen persönlichen Segensgruß zugesprochen sowie die Gemeinde über den Stellenumfang informiert: Gottesdienst und Seelsorge werden Ilzhöfers Hauptaufgaben sein – zunächst in einem 50-Prozent-Auftrag, der zunächst auf das Heim in Neufürstenhütte beschränkt ist, ab April dann aber schrittweise ausgedehnt werden soll auf andere Häuser und Einrichtungen. Er soll zu einem vollen Auftrag anwachsen und womöglich einen kleinen Gemeindeanteil beinhalten.

Margit Ilzhöfer freut sich auf ihre neue Aufgabe. „Ich finde es spannend und eine großer Herausforderung, in einem Senioren-Stift und Pflegeheim zu arbeiten.“ Sie will mit den Bewohnern und Mitarbeitenden nach der Gegenwart Gottes suchen, danach fragen, daran glauben, darauf hoffen und sich darauf auch verlassen können. In Krankheit und Schmerzen, im Leben und im Sterben, an guten wie an schlechten Tagen – die Stärke des Glaubens sei ja gerade auch, dass man schwach sein darf.