Groove und Emotion

Philipp-van-Endert-Trio in der Weinbar im Felsenkeller

Zeigt kompositorisches Geschick: Das Trio um den Gitarristen Philipp van Endert.

BACKNANG (pm). Atem holen, Luft schöpfen – das sind Begriffe, die einem einfallen, wenn man die zarten Gewebe, die Gitarrist Philipp van Endert, Bassist André Nendza und Kurt Billker am Schlagzeug gemeinsam knüpfen, auf sich wirken lässt. In einen solchen musikalischen Genuss kommt heute das Backnanger Publikum, wenn das Philipp-van- Endert-Trio in der Weinbar im Felsenkeller des Bürgerhauses souveränen Jazz ohne Scheuklappen Richtung Groove und Emotion präsentiert.

„Erfrischend neu klingt die Musik, durch kompositorisches Geschick, fulminante Technik, raffinierte Akkordik und die hohe Kunst des Arrangierens“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit seinem Trio präsentiert sich der Gitarrist und Komponist van Endert reif und sensibel. Als allürenfreies Kraftwerk, das sämtliche Tugenden von großem, charaktervollem Jazz vereint. Musik zwischen Tradition und Trendsettersein – diese Balance wird von den drei Vollblutmusikern meisterhaft bewältigt.

In der Zusammenarbeit mit Jazz-Größen wie Mike Stern, Kenny Wheeler, Lajos Dudas und Rick Margitza konnte Philipp van Endert sein energiegeladenes und lyrisches Gitarrenspiel ebenso unter Beweis stellen wie bei seinen zahlreichen Tourneen in Amerika und Europa sowie auf vielen internationalen Festivals wie dem renommierten Montreux Jazz Festival. Seit seiner Rückkehr aus den USA hat sich Philipp van Endert als eine eigene und unverkennbare Stimme in der aktuellen Jazz-Szene etabliert. André Nendza konnte sich in den letzten Jahren mit verschiedenen eigenen Projekten wie dem elektro-akustischen Ensemble A.tronic und dem Duo mit der Saxofonistin Angelika Niescier einen Namen machen. Zudem spielte er unter anderem mit Dave Liebman, Charlie Mariano, Kenny Wheeler und Ramesh Shotham. 1997 wurde Nendza mit dem renommierten Forderpreis der SK-Stiftung NRW ausgezeichnet. Kurt Billker am Schlagzeug sorgt durch seine feinfühlige Musikalität für eine dichte, raffiniert gemischte Rhythmik. Er zählt seit Jahren zur Spitzenliga des deutschen Jazz. Bei zahlreichen CD-Produktionen und Tourneen internationaler Musiker wie Philip Catherine, Randy Brecker, Attila Zoller und Lajos Dudas saß er an den Drums.