- Sport 02.01.2010
Beide Gewinner begeistert vom Publikum
Frust über verpassten Heimsieg hält sich bei Hettich in Grenzen
(stg). Den WM-Marathon in Berlin absolvierte Tobias Sauter mit einem Sehnenriss im Oberschenkel. Das stellte sich aber erst bei einer Untersuchung nach diesen Titelkämpfen heraus. Acht Wochen Nichtstun lautete der ärztliche Rat. Seit knapp zwei Monaten trainiert der 26-Jährige wieder – aber eingeschränkt. So waren Tempoläufe bislang kein Thema. Sauter startete trotzdem beim Silvesterlauf in Backnang, weil „ich dachte, da kennt mich keiner“. Seine Überlegung: Geht gar nichts, gehe ich einfach wieder nach Hause und niemand bekommt etwas davon mit. Doch der Leonberger reihte sich gleich in die Spitzengruppe ein. Und das, obwohl er die ersten beiden Runden dachte, „mir fällt ein Bein ab“. Als sich dieses Gefühl verflüchtigt hatte, drückte Sauter auf die Tube und sicherte sich den Sieg. Die Zeit von 32,12 Minuten entspricht im Prinzip zwar nicht seinen Vorstellungen, doch „von Null auf Hundert geht eben nicht. Insofern bin ich zufrieden. Zumal diese Strecke nicht einfach ist“. Ein dickes Lob hatte der Gewinner für das Publikum parat: „Die Stimmung war gigantisch.“ Bewegt ihn das dazu, seinen Titel am Jahresende zu verteidigen? „Vielleicht komme ich 2010 in besserer Form wieder“, sagte Sauter.
Der Frust über den verpassten Heimsieg hielt sich bei Christopher Hettich in Grenzen. „Es ist keine Schande, gegen einen WM-Teilnehmer zu verlieren“, stellte der 21-jährige Triathlet fest und fügte hinzu: „Mit meiner Zeit bin ich sehr zufrieden.“ Wie auch Meike Lemke. „Ich habe mir die Zeit nicht zugetraut, aber es lief gut“, sagte die Siegerin bei den Frauen, die verriet, dass sie auch in Bietigheim hätte starten können: „Aber ich wollte wegen der Atmosphäre hier her.“ Es hat sich gelohnt.



