Vierbeiner Opfer von Giftanschlägen

Polizei geht von mindestens fünf Fällen aus – Ein Tier ist vermutlich an Rattengift verendet

Von Peter Wark

ALTHÜTTE. Seit Monaten werden in Althütte Hunde Opfer von Gift. Hundebesitzer und Polizei haben die Vermutung, dass jemand gezielt Giftköder (vermutlich Rattengift) auslegt. Mindestens ein Hund, ein Jack-Russell-Terrier, ist bereits an den Folgen des Gifts verendet. Mehrere andere Hunde mussten in tierärztliche Behandlung gebracht werden. Der Polizeihundestaffel Waiblingen sind mehrere Fälle seit dem Spätsommer bekannt. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Vierbeiner Opfer von Giftanschlägen geworden sind, deren Besitzer sich nicht gemeldet haben. Die Polizei geht von mittlerweile mindestens fünf Tieren aus, die das Gift aufgenommen haben. Aktuell soll aus Backnang eine Strafanzeige vorliegen. Hier sollen Unbekannte in den vergangenen Tagen möglicherweise giftige Wurstköder ausgelegt haben. Natürlich können auch Katzen und Wildtiere betroffen sein. Der letzte – bisher bekannt gewordene – Fall mit einem Hund ereignete sich unmittelbar vor Weihnachten. Bisher gibt es keine Hinweise auf den- oder diejenigen, der/die Hunde offenbar so sehr hassen, dass sie ihnen den Tod wünschen.

Rattengift verdünnt das Blut. Im schlimmsten Fall verblutet das Tier innerlich. Dr. Andrea Fay vom Geschäftsbereich Verbraucherschutz und tierärztlicher Dienst beim Landratsamt empfiehlt Hundebesitzern dringend, einen Tierarzt aufzusuchen, sobald Symptome einer Vergiftung zu erkennen sind oder auch nur der Verdacht auf eine Vergiftung besteht. Symptome können Durchfall, Erbrechen, Lähmungserscheinungen, Krämpfe, steifer Gang oder Teilnahmslosigkeit sein. Ein deutliches Anzeichen für eine Vergiftung ist es, wenn die Schleimhäute des Tiers im Maul blass oder porzellanfarbig werden; „dann ist Alarm“, sagt die Veterinärin. Wenn der Verdacht auf eine Vergiftung mit Rattengift besteht, sollte das dem Tierarzt mitgeteilt werden. Finden sich möglicherweise sogar noch Reste eines Giftköders, sollte der unbedingt zum Arzt mitgebracht werden. Ansonsten empfiehlt Fay den Tierhaltern, beim Spaziergang darauf zu achten, dass die Tiere nichts vom Boden fressen. Am besten sollten die Vierbeiner an der Leine geführt werden.

Für die Polizeihundestaffel Waiblingen mit Sitz in Schorndorf gestalten sich die Ermittlungen schwer, fehlt es doch bisher an konkreten Hinweisen. Wer entsprechende Beobachtungen macht wird gebeten, sich mit der Hundestaffel unter der Telefonnummer 07181/994430 in Verbindung zu setzen.