- Backnang & Kreis 09.02.2010
Kein Verdrängungsverkehr mehr
Regierungspräsidium Stuttgart erlässt auch auf Schurwaldübergängen LKW-Fahrverbote
WAIBLINGEN (pm). Der Widerstand des Rems-Murr-Kreises und seiner Kommunen gegen die Feinstaub-Pläne des Regierungspräsidiums Stuttgart zeigt Wirkung. Regierungsvizepräsident Josef Kreuzberger verkündete beim Spatenstich für die Sanierung der Strecke Schorndorf-Schlichten, dass auch die Schurwaldübergänge L1150 (von Winterbach nach Plochingen) und L1151 (von Schorndorf nach Reichenbach) ab dem 1. März für Lastwagen über 7,5 Tonnen gesperrt werden. „Ich begrüße diese Entscheidung. Damit werden unzumutbare Belastungen für die Bürger in den Schurwaldgemeinden vermieden“, erklärt Landrat Johannes Fuchs. Das Fahrverbot ist zunächst befristet bis Ende Mai 2011. In dieser Zeit wird das RP an allen Schurwaldübergängen den Verkehr zählen und ein Gesamtlenkungskonzept erarbeiten. Dieses soll die Probleme des Verdrängungsverkehrs vermindern. Der Rems-Murr-Kreis hatte gegen den Plan protestiert, die Landeshauptstadt ab 1.März für LKW zu sperren, da sie befürchten, dass die Brummis nicht auf die Autobahnen ausweichen, sondern verstärkt mautsparende Schleichwege durch Ortsdurchfahrten nutzen werden. Auf den Schurwaldübergängen waren starke Zunahmen des Lkw-Verkehrs von zum Teil 72 Prozent prognostiziert worden.



