Ärzte dürfen sich beteiligen

Gesundheitszentrum Winnenden kommt in die Gänge – Kreisbau-Chef Braune stellt Verträge vor

WAIBLINGEN/WINNENDEN (not). Das Gesundheitszentrum Winnenden in unmittelbarer Nähe des Klinikneubaus kommt in die Gänge. In der gestrigen Sitzung des Verwaltungs-, Schul- und Kulturausschusses in Waiblingen beschlossen die Kreisräte zwar keine Empfehlung für den Kreistag – dazu konnten in den Fraktionen die Details noch zu wenig diskutiert werden. Aber die Räte signalisierten, sie würden dem Projekt wohlgesonnen sein.

Dirk Braune, Geschäftsführer der Kreisbau GmbH und der Rems-Murr-Gesundheits GmbH (RMG), hatte dem Ausschuss zuvor die komplizierte Vertragskonstruktion erläutert. Im Gegensatz zu dem Schorndorfer Gesundheitszentrum, das von der RMG alleine finanziert wurde, können sich in Winnenden auch die Ärzte selbst finanziell einbringen. Das Projekt ist beachtlich. An Mietflächen stehen in Winnenden 9000 Quadratmeter zur Verfügung, das Schorndorfer Erfolgsmodell verfügt selbst in der geplanten zweiten Ausbaustufe nur über 7600 Quadratmeter. Die Investition umfasst insgesamt 18 Millionen Euro. 12 Millionen davon sollen als Fremdkapital aufgenommen werden, die übrigen 6 Millionen sollen Eigenkapital sein. Und zwar je zur Hälfte von den Ärzten und der RMG gestemmt. Das komplizierte Vertragsgebilde soll jedoch erst nach dem Baubeginn 2013 greifen. Zuvor – so will es Braune – hat die RMG alleine das Sagen. Denn beim Planen, Finanzieren und Bauen ist es nicht gut, wenn viele Köche mitreden. Die Ärzte indes können jetzt schon Erwerbs-Optionen unterschreiben.

Vor allem Paul Hug (CDU) brachte – trotz seiner positiven Grundeinstellung – einige Änderungsanträge ein. Und Waiblingens OB Andreas Hesky wollte wissen, ob das Vorgehen auch als Modell für Gesundheitszentren in Backnang und Waiblingen gelten könne. Landrat Fuchs tat sich schwer mit einer Aussage: „Ich halte es zumindest für diskussionswürdig.“