Den Weg der Lieblingskleidung zurückverfolgt

Siebtklässler am Bize befassten sich mit dem Themenkreis fairer Handel/faire Produktion

Woher kommt eigentlich meine Lieblingsjeans? Eine Frage, der 36 Siebtklässler vom Bize nachgingen. Zu Gast waren die Bildungsreferentinnen des Forums Eine Welt Backnang. Sie vermittelten Einblicke in die industrielle Produktion von Kleidungsstücken und zeigten auf, welch menschliche Dimension dahintersteckt.

Nachdenklich stimmende Erkenntnisse: Die Siebtklässlerinnen beim BNE-Projekt. Foto: E. Layher

WEISSACH IM TAL (log). Die Bildungsinitiative „BNE – Fairer Handel, Faire Welt“ des Forums Eine Welt Backnang beschäftigt sich mit Fragen der fairen Produktion und des fairen Handels. BNE ist ein Projekt, das auch vom baden-württembergischen Umweltministerium gefördert wird. Die Bildungsreferentinnen des Forums Eine Welt, Miriam Pfähler und Nanine Roth, vermittelten den Schülern dabei einen Überblick über die sozialen und ökologischen Probleme, die bei der Produktion von Jeans und T-Shirts auftreten. Dabei untersuchten die Jugendlichen ihre eigenen Lieblingskleidungsstücke, hinterfragten ihr Konsumverhalten und informierten sich in Filmen und Infotexten über die Schwierigkeiten beim Anbau einer Baumwollpflanze oder über die Arbeitsbedingungen aller am Produktionsprozess Beteiligten.

Ein Höhepunkt des Vormittags stellte die Talkshow dar, in der die Schüler in verschiedene Rollen schlüpften und somit die Motive der beteiligten Akteure nachvollziehen lernten. Dabei erschloss sich ihnen auch ihre eigene wichtige Rolle als Konsument, sodass abschließend die Bedeutung des fairen Handels diskutiert werden konnte.

Die Veranstaltung ist Teil der Bildungsinitiative „BNE – Fairer Handel, Faire Welt“. Die Initiative läuft noch bis Juli 2013 und ist für die teilnehmenden Bildungsträger kostenlos. Die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wurde von den Vereinten Nationen (UN) für den Zeitraum 2005 bis 2014 ausgerufen und signalisiert: Nachhaltigkeit betrifft alle. Wir stehen vor großen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Wir haben die Verantwortung und die Möglichkeit, unser Leben so zu gestalten, dass alle gut leben können – zukünftige Generationen ebenso wie Menschen in anderen Teilen der Welt. Ziel der UN-Dekade ist es, weltweit das dafür notwendige Denken und Handeln zu entwickeln und zu stärken, zu verbreiten und dauerhaft zu verankern.