Westerwelle weist neue Vorwürfe zurück

Sao Paulo (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat neue Vorwürfe wegen der Mitnahme von befreundeten Geschäftsleuten zurückgewiesen. «Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie».

Außenminister Guido Westerwelle hat neue Vorwürfe wegen der Mitnahme von befreundeten Geschäftsleuten zurückgewiesen.

Das sagte der FDP-Chef am Donnerstag während seiner Brasilien-Reise in Sao Paulo. Die neue Kritik entzündete sich daran, dass Westerwelle auf einer früheren Asien-Reise auch den Manager einer Firma dabei hatte, an der sein Bruder Kai Westerwelle beteiligt ist.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bezeichnete die Vorwürfe wegen einer Verquickung von privaten und dienstlichen Angelegenheiten als «haltlos». «Die Mitreise beim Bundesminister des Auswärtigen erfolgte allein auf der Grundlage der fachlichen Expertise.» Ralf Marohn habe auch schon den ehemaligen SPD-Chef und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck auf Auslandsreisen begleitet. Er genieße als Asien-Experte einen «hervorragenden Ruf».