- Sport 12.03.2010
Der Fall Schwieberdingen und seine Auswirkungen
Der TSV Schwieberdingen hatte in der Handball-Landesliga eine Jugendspielerin eingesetzt und versäumt, das schon bei deren Ex-Verein bestehende Doppelspielrecht für den Aktivenbereich erneut zu beantragen. Als dies im Dezember auffiel, wurden Schwieberdingen viele gewonnene Spiele als verloren gewertet. Der um den Aufstieg mitspielende TSV rutschte auf den letzten Platz ab und verharrt dort seitdem. Weil Uneinigkeit herrscht, ob das Versäumnis nur dem Verein anzulasten ist, traf das Präsidium des Handballverbandes Württemberg eine salomonische Entscheidung: Der Klub zieht den Einspruch gegen das Sportgerichtsurteil zurück, steigt aber trotzdem nicht in die Bezirksliga ab, sondern spielt auch nächste Saison mit einer Art Wildcard als zusätzliches Team in der Landesliga. Bedeutet für den Bezirk Enz/Murr: Er muss entweder keinen oder einen Absteiger (Asperg oder Aldingen) aufnehmen – auf keinen Fall aber zwei. Das wiederum hat Folgen für die Bezirksligateams aus dem Murrtal. Dem TV Oppenweiler kann nichts mehr passieren, selbst wenn er noch auf Rang acht abrutscht. Und Schlusslicht Murrhardt hat bessere Chancen auf den direkten Ligaverbleib oder zumindest auf Relegationsspiele gegen den Dritten der Bezirksklasse.


