Erste Online-Lernplattform am Start

Harald Grübele mit seiner Althütter Firma leistet die technischen Grundlagen für Pilotprojekt

Ein Großprojekt aus dem Bildungsbereich geht an den Start:Heute eröffnet die Stadtbibliothek Ludwigsburg ihr E-Learning-Programm. Weitere sollen folgen. Die technische Plattform für das Projekt stammt von Harald Grübele und seiner Firma Vimotion.

ALTHÜTTE/STUTTGART (inf). Jahrelange Vorbereitungsarbeiten tragen nun Früchte. Ideen, die einst zusammen mit Professor Dr. Kurt W. Schönherr für eine Akademie des Lebenslangen Lernens entwickelt wurden, sind eingeflossen.

Das Kultusministerium hat die Bedeutung des Themas erkannt und propagiert die Weiterbildung als Anliegen von existenzieller Bedeutung, gerade auch in einem wirtschaftsstarken Bundesland wie Baden-Württemberg.

Deshalb wurde im Dezember 2011 unter Leitung von Staatssekretär Dr. Franz Mentrup ein Bündnis für Lebenslanges Lernen konstituiert. Ihm gehören rund 40 Verbände, Organisationen und Einzeleinrichtungen aus der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung sowie der betroffenen Ressorts im Ministerium an. Mit von der Partie ist auch Harald Grübele, der Mathematiker, der schon mit Special Effects in Spielfilmen überzeugt hat oder im Projekt Medienscout umfassende Kompetenzen im Bereich des E-Learnings – des Lernens mit digitalen Mitteln – bewiesen hat.

Das Bündnis arbeitet mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung an Themen wie innovative Weiterbildungskonzepte und Weiterbildungsberatung. Es ist im Koalitionsvertrag verankert und soll im Lauf der Legislaturperiode einen Weiterbildungspakt mit Beiträgen auch der Partner erarbeiten.

Am heutigen Montag

fällt der Startschuss

Die erste Online-Lernplattform geht nun in Betrieb. Heute gibt Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium, in der Stadtbibliothek in Ludwigsburg den Startschuss. „Lebenslanges Lernen“, so die Verantwortlichen, „spielt eine entscheidende Rolle nicht nur für die Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit, sondern auch für die soziale Eingliederung, Lebensqualität und persönliche Entfaltung des Einzelnen.“

Die Stadtbibliothek und die Volkshochschule haben sichdem lebenslangen Lernen verschrieben und stellen sich der Herausforderung, innovative Zugänge zu Lerninhalten zu entwickeln.Gefördert wurde die Entwicklung dieses Projekts aus Mitteln des Kultusministeriums (Innovationsfonds für innovative Weiterbildungsmaßnahmen) mit 50000 Euro. Eine Fortführung und Ausweitung des Projekts ist vorgesehen. Es gibt konkrete Pläne und Vorstellungen. Weitere Bildungseinrichtungen im Land sollen dem Ludwigsburger Vorbild folgen. So gibt es bereits für den Volkshochschulverband Baden-Württemberg eine eigene Plattform, ebenso für die Lernbörse der Arbeitsagentur.

Die einzelnen Plattformen sind so angelegt, dass sie miteinander vernetzt werden und später auch Kooperationen unter den verschiedenen Bildungsträgern erfolgen können. Ziel der Initiative ist es insbesondere, mehr bildungsungewohnte Menschen in Maßnahmen des lebenslangen Lernens zu bringen. Mit der neuen Plattform erweitert die Stadtbibliothek mit ihren Kooperationspartnern Volkshochschule und Vimotion ihr Angebot um elektronische Lernmodule zur individuellen und kursbegleitenden Weiterbildung. Schwerpunkte sind dabei Deutsch, Fremdsprachen, Beruf und EDV.