Mit Mondain gehämmert die Nase vorn

Zweite Vereinsschau des Rems-Murr-Rassetaubenvereins in Oppenweiler – 12 Aussteller, 10 Rassen, 32 Farbvarianten

12 Aussteller hatten gestern ihre Vögel bei der zweiten Vereinsschau des Rems-Murr-Rassetaubenvereins ausgestellt. 10 Rassen in 32 Farbvarianten waren in der Gemeindehalle in Oppenweiler zu sehen.

Wurde Vereinsmeister und erhielt zudem den Artur-Harsch-Gedächtnispreis: Alfred Breyer aus Berglen mit seiner Siegertaube Mondain, gehämmert. Foto: J. Fiedler

OPPENWEILER (flo). Den Vogel schoss Alfred Breyer ab. Der Züchter aus Berglen wurde nicht nur Vereinsmeister, sondern erhielt mit seiner Siegertaube Mondain, gehämmert, auch noch den Artur-Harsch-Gedächtnispreis. Zweiter Vereinsmeister wurde Rolf Bösch mit Deutsche Modeneser blau. Dahinter folgt Martin Rößler mit Deutsche Modeneser rot (Platz 3) und gelb (Platz 4). Mit seiner Taubenrasse Altdeutsche Mövchen rotgesäumt landete Dieter Nickel auf dem fünften Platz.

Seit 2002 liegt die Vereinsführung in den Händen von Willi Günther aus Schwäbisch Hall. „Insgesamt erwarten wir 16 Aussteller mit circa 180 Tieren“, hatte er Steffen Jäger in seiner Einladung an den Bürgermeister mitgeteilt. Letztlich sind’s dann doch nur 12 der insgesamt 31 Vereinsmitglieder geworden, die ihre Schätze mitbrachten und in den Käfigen, die auf Augenhöhe aufgestellt waren, zur Schau stellten.

Vor zwei Jahren war das noch ganz anders. Im November 2011 konnte der Verein seine 41. Rems-Murr-Rassetaubenschau mit 975 Tieren und 86 Ausstellern durchführen. Doch solche Größenordnungen sind nicht mehr möglich. „Altershalber und durch Todesfälle einiger Zuchtfreunde sind wir nicht mehr in der Lage, solche Groß-Veranstaltungen mit immer weniger Mitgliedern zu stemmen“, teilt Vereinsschriftführer Röser mit. Und weiter: „Bei der Jahreshauptversammlung 2012 wurde beschlossen, dass wir weiterhin jedes Jahr hier in Oppenweiler eine Taubenschau, jedoch nur noch für Vereinsmitglieder, mit dem Namen Rems-Murr-Vereinsschau durchführen werden.“

Vor 40 Jahren waren die Zeiten noch andere. Nachdem das Interesse an einem Rassetaubenclub in dieser Region stetig anstieg, wurde am 2. Mai 1971 von 19 Gründungsmitgliedern im Kleintierzüchterheim Backnang der Rassetaubenverein Rems-Murr mit Sitz in Backnang gegründet. Die beiden Initiatoren waren damals Karl Feldmeth und Bernd Maier.

Durch die züchterischen Aktivitäten verzeichnete der Verein einen stetigen Aufwärtstrend. Die ersten Schauen waren im Kleintierzüchterheim in Backnang, dann ging es 1976 in die Sporthalle nach Sulzbach an der Murr, und im Jahr 1983 in die Gemeindehalle nach Unterweissach. 1986 fand der Verein seinen ständigen Sitz in Oppenweiler.