Eine unverzichtbare Hilfe im Krankenhausalltag

BACKNANG/WAIBLINGEN (lra). Ein Mehr an Menschlichkeit und Fürsorge für die Patienten zu bieten war nach den Worten von Landrat Johannes Fuchs das Ziel, als Anfang der 80er-Jahre im Rems-Murr-Kreis die Idee geboren wurde, einen ehrenamtlichen Krankenhausdienst, die sogenannten Grünen Damen einzurichten. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens wurde jetzt bei einem Festakt in der Rems-Murr-Klinik Waiblingen das ehrenamtliche Engagement der aktiven und ehemaligen Helfer gewürdigt. Die Ehrenamtlichen bieten beispielsweise Begleitung bei Spaziergängen und haben Zeit für persönliche Gespräche. Sie erledigen kleinere Besorgungen für die Patienten und unterstützen bei der Aufnahme und Entlassung. Sie sind für die Krankenhaus-Bücherei zuständig, laden Telefonkarten auf und lesen vor.

In den vergangenen 30 Jahren haben Sie in den Krankenhäusern in Backnang, Schorndorf und Waiblingen viel Gutes auf den Stationen und für die Patienten geleistet, lobte Susann Haalck, Direktorin Allgemeine Verwaltung der Rems-Murr-Kliniken den Einsatz der Ehrenamtlichen. Aus dem Krankenhausalltag sind sie für unsere Patienten und Mitarbeiter nicht mehr wegzudenken.

Landrat Fuchs würdigte die Bedeutung des ehrenamtlichen Krankenhausdienstes in den vergangenen drei Jahrzehnten. Bei allen Veränderungen im Krankenhausalltag ist die Rolle, die unsere Ehrenamtlichen ausfüllen, unverändert wertvoll und bedeutungsvoll, sagte Fuchs. Der ehrenamtliche Krankenhausdienst ist in dieser Zeit zu einer festen und unverzichtbaren Größe geworden.

Stellvertretend für die über 100 Ehrenamtlichen, die in den vergangenen 30 Jahren bei den Grünen Damen und Herren und im ökumenischen Besuchsdienst im Einsatz waren, blickten Gertrud Leutwein und Marta Müller auf die Arbeit des Krankenhausdienstes zurück. Geehrt wurden auch die Grünen Damen der ersten Stunde: Livia Faas und Erika Mack erhielten ebenso einen Blumenstrauß aus den Händen von Landrat Fuchs, wie die Koordinatorinnen für die drei Standorte Backnang, Schorndorf und Waiblingen: Ingeborg Solzbacher, Marta Müller und Gertrud Leutwein.

Seinen Ursprung hatte diese Form des ehrenamtlichen Krankenhausdienstes in den Vereinigten Staaten. Dort gab es bereits in den 60er- und 70er-Jahren einen Freiwilligendienst in den Krankenhäusern. Pink Ladies nannte man dort die Helferinnen nach ihrer Kleidung, die sie von den anderen Krankenhausangestellten unterschied. Anfang der 80er-Jahre wurde diese Idee in Deutschland unter dem Namen Grüne Damen aufgegriffen und auch im Rems-Murr-Kreis in die Tat umgesetzt. Im Dezember 1983 begannen die ersten ehrenamtlichen Krankenhaushelferinnen ihren Besuchsdienst für die Patienten in den drei Krankenhäusern Backnang, Schorndorf und Waiblingen.