Abhängig von Bauplatzerlösen

Kritischer Blick auf die Finanzlage

Carl Höfer

Carl Höfer ging namens der CDU/FWV-Fraktion kritisch mit der Finanzlage der Gemeinde um. In diesem Zusammenhang mahnte er eine Umstellung des Rechnungswesens an: Dringend nötig wäre eine transparentere Darstellung mit genau ausgewiesenen Abschreibungswerten, auch wenn das Land die Frist dafür bis 2020 verlängert hat. Zugleich beklagte er, dass der Vermögenszuwachs durch Investitionen aus dem Sparstrumpf stamme: Bauplatzerlöse seien erneut der Dreh- und Angelpunkt des Haushalts. Zwei Botschaften entnahm Höfer daraus: Erstens müssen wir weiter sparen, da Bauplatzerlöse endlich sind. Zweitens sind wir auch in naher Zukunft gezwungen, Bauplätze zu verkaufen. Wir sollten daher nicht jedem Baugebiet von vornherein ablehnend gegenüberstehen. Die Abhängigkeit von Baugebieten erkläre sich nicht zuletzt mit der Schwäche bei der Gewerbesteuer. Wirtschaftsförderung heiße daher die Aufgabe in den nächsten Jahren. Dabei solle sich die Gemeinde von der bedingungslosen Abhängigkeit vom künftigen Gewerbepark Rombold lösen und eigene Gewerbegrundstücke vorhalten. Das Sanierungsgebiet Unterweissach III komme gerade zur rechten Zeit: Landesmittel als Initialzündung seien dringend erforderlich. Höfer erwartet eine deutliche Verbesserung des Ortsbilds. Das Konzept der Planer Stammler und Glück solle daher schleunigst umgesetzt werden.