Erdarbeiten beginnen am Montag

Startschuss für die Bauarbeiten an der Brücke über die Bundesstraße14 Spannweite beträgt fast 44 Meter

Der eigentliche Bau der neuen Brücke für die Straße von Backnang nach Erbstetten über die B14 beginnt am Montag. Dann geht es mit den Erdarbeiten so richtig los. Die neue Brücke wird einmal mit einer Weite von fast 44 Metern sechs Fahrspuren überspannen. Die Straße nach Erbstetten wird ab 17. Februar gesperrt.

So soll sie einmal aussehen: Die Brücke über die B14 auf Höhe der Anschlussstelle Backnang-Mitte.Bild: RP Stuttgart

Der eigentliche Bau der neuen Brücke für die Straße von Backnang nach Erbstetten über die B14 beginnt am Montag. Dann geht es mit den Erdarbeiten so richtig los. Die neue Brücke wird einmal mit einer Weite von fast 44 Metern sechs Fahrspuren überspannen. Die Straße nach Erbstetten wird ab 17. Februar gesperrt.

 

 

BACKNANG. Der Bau einer Brücke ist ja gemeinhin ein wenig komplexer als ein gewöhnlicher Hausbau. Ganz besonders dann, wenn die Brücke über eine Bundesstraße führt und die Verkehrsführung neu und sogar mit zusätzlichen Auf- und Abfahrten gestaltet wird. Und erst recht dann, wenn auch noch der Untergrund Probleme macht und die Finanzierung sich zum Hickhack entwickelt. So auch bei der Brücke, die für den neuen B-14-Anschluss Backnang-Mitte vonnöten ist.

Die Planungen laufen seit etlichen Jahren. In den vergangenen Monaten wurde das Projekt jedoch immer konkreter. So fand der offizielle Spatenstich bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres statt. Es handelte sich dabei um das sogenannte Vorlos Backnang-Mitte. Erkundungsarbeiten im Untergrund fanden statt, mittels denen geklärt werden sollte, ob der Baugrund stabil ist und ob der Boden kontaminiert ist. Eine solche Verseuchung war relativ wahrscheinlich, da die Fläche früher als Deponie missbraucht wurde. Zudem wurde ein Bereich über viele Jahre hinweg als Autofriedhof genutzt. Inzwischen wurde alles untersucht, ein Teil der Erde abgefahren und die Baustelle freigegeben.

Nun haben am 20. Januar die Rodungsarbeiten für das Hauptlos begonnen (wir berichteten). Die Fläche ist bereitet. Die ersten Erdarbeiten für den eigentlichen Brückenbau können am nächsten Montag, 10. Februar, beginnen.

Mit dem Brückenbau wird jetzt schon der spätere Gesamtquerschnitt der ausgebauten B14 mit jeweils zwei Fahrstreifen und jeweils einem Ein- oder Ausfahrtsstreifen pro Fahrtrichtung unter der Brücke vorbereitet. Das Brückenbauwerk überspannt also in der Summe sechs Fahrstreifen. Jedoch werden bis zum endgültigen Ausbau der B14 nur ein Fahrstreifen und je ein Ein- beziehungsweise Ausfahrtsstreifen (je nach Fahrtrichtung) vollständig hergestellt. Vorerst führen also vier Fahrstreifen unter der neuen Brücke durch.

Die Durchfahrtshöhe des neuen Brückenbauwerks beträgt rund 5,90 Meter, die Spannweite umfasst 43,90 Meter. Bebaut wird die Überführung als Zweifeldbrücke mit Mittelpfeiler.

Die alte Brücke wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres abgerissen. Das Abbruchmaterial wird recycelt.

Was bedeutet die Baustelle für den Verkehrsfluss für die Umlandgemeinden Nun solange die Bauarbeiten dauern und die Straße zwischen dem Bahnhof Backnang und Erbstetten gesperrt ist, dürfen sich die Bürger von Burgstetten freuen, es werden weniger Fahrzeuge durch den Ort fahren. Anders sieht es in Oberschöntal aus. Viele, die eigentlich die gesperrte Strecke befahren würden, werden die Landstraße nutzen und dort den Schleichverkehr noch erhöhen. Und auch in Maubach wird vermutlich die Zahl all jener steigen, die sich tagtäglich auf der unausgebauten B14 stauen.

Nach Fertigstellung der Brücke sieht es anders aus. Dann wird manch ein Autofahrer statt sich in Maubach in den Stau einzureihen die neue Abfahrt nutzen und über Erbstetten in Richtung Süden fahren.

Die Vorteile überwiegen jedoch bei Weitem. Wer über die B14 kommt und zum Backnanger Bahnhof möchte, braucht nicht mehr durch die halbe Stadt zu fahren, sondern ist 200 Meter nach der Abfahrt schon am Ziel. Und der Lkw-Verkehr zur Biovergärungsanlage Neuschöntal ist auch nicht mehr auf Nebenstraßen angewiesen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart geht davon aus, dass die Bauarbeiten voraussichtlich bis Juli 2015 dauern und insgesamt etwa acht Millionen Euro verschlingen. Im Zuge dieser Arbeiten ist es erforderlich, die Kreisstraße K1897 von der Anschlussstelle Backnang-Mitte nach Erbstetten voll zu sperren. Die Sperrung wird ab Montag, 17. Februar, eingerichtet. Durch die Verlegung der Brücke über die B14 in Lage und Höhe ist die Nutzung der K1897 während der Bauarbeiten nicht mehr möglich. Die Umleitung von und nach Erbstetten führt über Maubach und ist großräumig ausgeschildert. Die Sperrung wird erst im Zuge der Gesamtverkehrsfreigabe im Sommer 2015 aufgehoben.