Schaf-Judo und Steinkrebssuche

SWR-Reisereportage entlang der Murr läuft morgen und gibt spannende Einblicke Natur und Menschen launig eingefangen

Redakteurin Kerstin Raddatz und ihr Team haben für die Arbeit an der Reisereportage Expedition in die Heimat Unterwegs an der Murr ganz unterschiedliche Menschen getroffen, um von deren Leben und der Natur entlang dem Fluss zu erzählen. Der launige Beitrag Infotainment im besten Sinne läuft Freitagabend im SWR-Fernsehen.

Idylle auf dem Wacholderhof: David Burkhardt und Karen Markwardt schauen bei den Schafen auf der nahe gelegenen Weide vorbei. Der Nachwuchs traut sich nach ein bisschen Geduld und gutem Zureden, Kontakt mit der Moderatorin aufzunehmen. Foto: E. Layher

MURRHARDT (cs). Am Dienstagabend gab es für die Protagonisten, also diejenigen, die mit ihrer Geschichte beziehungsweise ihrem Bericht einen Teil zum gelungenen Reportagemosaik beigetragen haben, die Möglichkeit, den Film schon vorab im Murrhardter Kino zu sehen. Mit von der Partie waren außerdem Backnangs Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, Bürgermeister Sascha Reber aus Oppenweiler und als Gastgeber Bürgermeister Armin Mößner. Sie alle verbindet, dass sie entlang der Murr leben und wirken und, wie Kerstin Raddatz vorausschickte, nach dem Freitagabend möglicherweise durch den Film ein Stück weit mehr in der Öffentlichkeit stehen. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie von fremden Menschen angesprochen werden, vielleicht bekommen Sie auch einige Anrufe, sagte die Redakteurin.

Es könnte ganz im Sinne der Mitwirkenden sein, Lust auf Natur und Menschen entlang der Murr zu machen und Fernsehzuschauer anzuregen, sich einmal selbst auf Erkundungstour zu begeben. Moderatorin Karen Markwardt versteht es, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, neugierig nachzufragen und steigt auch schon mal selbst ins Geschehen ein.

Beim Besuch auf dem Wacholderhof bei Murrhardt-Steinberg hilft sie beim Brotbacken und Schafescheren. Schmunzeln lässt einen beispielsweise die Szene, in der David Burkhardt demonstriert, wie man einen wolligen Gefährten herumwuchtet und hinsetzt, damit er sich das Fell abnehmen lässt. Der Fachbegriff dazu: Schaf-Judo. Ebenso Laune macht die Erkundung der Hörschbachwasserfälle mit Naturparkführerin Beate Siegel, bei der sich die beiden auf Steinkrebssuche begeben. Aktionsreich in Szene gesetzt ist die Begegnung der Moderatorin mit der Geschichte der Räuber vom Mainhardter Wald.

Karen Marquardt trifft außerdem Manuela Bayer, die Tochter von Thaddäus Troll alias Dr. Hans Bayer, der in Hinterrohrbach (Oppenweiler) seine Schreibklause hatte, und in Backnang den Kabarettisten Thomas Freitag, der in jungen Jahren mit seiner Familie vom Rheinland in die Murr-Metropole zog und sich an seine ersten Bühnenerlebnisse erinnert. Felix Graf Adelmann gibt Karen Markwardt auf der Burg Schaubeck in Steinheim-Kleinbottwar Einblicke in seine Arbeit als Hersteller edler Cuvées, und mit Ferrari-Fotograf Günther Raupp, der in Murr an der Murr lebt, geht es auf Spritztour. Weitere Stationen sind das Urmenschmuseum in Steinheim, wo der Geschichte des Homo Steinheimensis nachgegangen wird und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Dort ist die Moderatorin noch einmal mit Manuela Bayer verabredet.

Die 45-minütige Reisereportage verbindet Geschichten der Menschen vor Ort mit stimmungsvollen Aufnahmen von Natur (insbesondere die schwebenden Sequenzen über dem Fluss), Städten und Gemeinden entlang der Murr auf unterhaltsame Weise und liefert spannende kleine Erzählungen, die sich zu einem bunten Mosaik zusammenfügen.