Innere und äußere Wege

Kunstausstellung „meetings“ von Gudrun und Michael Kremsler im einstigen Sturmfederschloss

Gudrun Kremsler (Mitte), die seit 27 Jahren mit ihrer Familie in Spiegelberg lebt, zeigt in der Ausstellung im Rathaus Oppenweiler farbenfrohe Bilder, die durch Eindrücke und Erlebnisse im Schwäbisch-Fränkischen Wald inspiriert sind: Realistische Weg- und Waldbilder bis hin zu abstrakten Farbkompositionen. Ihr Sohn Michael (links) präsentiert Fotografien. Stephan Abele aus Sulzbach interviewte die Künstler bei der Vernissage. Foto: privat

OPPENWEILER (pm). Unter dem Titel „meetings“ werden zum ersten Mal in einer gemeinsamen Ausstellung Acrylbilder von Gudrun Kremsler und Fotografien ihres Sohnes Michael Kremsler im Rathaus in Oppenweiler gezeigt. Stephan Abele aus Sulzbach stellte die Malerin und den Fotografen bei der Vernissage vor. Ausgehend von Gedanken von Antoine de Saint-Exupéry, in denen es heißt: „Erwarte nichts vom Menschen, wenn er nur für seinen Lebensunterhalt arbeitet und nicht für seine Ewigkeit... Man muss unbedingt zu den Menschen sprechen!“, schafft es Abele, einige Facetten aus der Gedankenwelt von Mutter und Sohn offenzulegen.

Michael Kremsler, der seit etwa zehn Jahren seiner Passion, dem Fotografieren, frönt, malt sich zunächst im Kopf ein Bild von einem Motiv aus, das er dann an einem bestimmten Ort versucht, in Szene zu setzen und festzuhalten. Die Werke, die in der aktuellen Ausstellung von ihm gezeigt werden, entstammen den Serien „lost places – Bunker“ und dem Projekt „smoke“. Es erweist sich dabei immer wieder als Herausforderung, wie aus Dingen, die zunächst keine besonderen Merkmale aufweisen, Aspekte hervorgehoben werden können, die diese in einem ganz anderen Licht zeigen und hier plötzlich etwas Ästhetisches herausbricht, das zuvor unbeachtet und versteckt lag. So verschieden die Arbeitsweisen der beiden Künstler auch sein mögen, so arbeiten sie aber auch immer wieder zusammen und gehen gemeinsam auf Objektsuche – beispielsweise in den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Es ist dann gut möglich, dass ein Bild des Fotografen später der Mutter als Vorlage für ein Landschaftsbild dient. Die Vernissage-Gäste zeigten sich beim Rundgang beeindruckt, sowohl von den Gemälden als auch von den Fotografien, und so ergeben sich im Laufe des Abends noch etliche interessante „meetings“ zwischen Besuchern und Künstlern. Die Ausstellung kann zu folgenden Zeiten besucht werden: Montag/Dienstag 8 bis 12 Uhr, Mittwoch 7 bis 12 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 und 15.30 bis 18 Uhr sowie Freitag 8 bis 13 Uhr. Zudem gibt es an den kommenden Sonntagen noch zusätzliche Besonderheiten: Morgen, 18. Oktober, um 15.30 Uhr trägt Valerie Schock aus Sulzbach moderne Klavierstücke auf dem E-Piano vor; Christina Abele, ebenfalls aus Sulzbach, spielt am Sonntag, 1. November, ab 14 Uhr, Solostücke für Violine aus verschiedenen Epochen; am letzten Tag der Ausstellung, am Sonntag, 8. November, zeigt Sibylle Uebele aus Spiegelberg experimentellen und meditativen Tanz. An diesen Sonntagen werden die Künstler obendrein wieder für Gespräche zur Verfügung stehen.