Wolff über Ecclestone: Profitieren von seinem Imperium

Monza (dpa) - Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat im Zuge des angeblich bevorstehenden Verkaufs der Formel 1 die Verdienste von Bernie Ecclestone hervorgehoben.

«Er hat ein Imperium aufgebaut. Und wir alle profitieren von diesem Imperium», sagte der Motorsportchef des deutschen Autobauers nach dem Großen Preis von Italien in Monza: «Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist.»

Ecclestone hatte am Rande des Europa-Finales dem Fachmagazin «auto, motor und sport» den Verkauf der Motorsport-Königsklasse bestätigt. Details wurden nicht bekannt, der Kaufpreis soll 8,5 Milliarden US-Dollar betragen. Die erste von zwei Raten soll am Dienstag fällig werden. Käufer soll der 75 Jahre alte Amerikaner John Malone mit seinem Medien- und Kommunikationsunternehmen Liberty Media sein.

«Wenn es einen Investor gibt, der Anteile kaufen will, ist das eine gute Nachricht für die Formel 1», betonte Wolff. Es gebe Dinge, die man von dem amerikanischen Weg lernen könne.

Über die Zukunft von Ecclestone an der Vermarktungsspitze der Formel 1 wollte Wolff nicht spekulieren. Ecclestone selbst, der im Oktober 86 Jahre alt wird, äußerte sich in Monza nicht konkret zu seinem weiteren Verbleib im Amt des Formel-1-Geschäftsführers, sollte unter anderem Hauptaktionär CVC gut zehn Jahre nach der Übernahme seine Anteile verkaufen.

Ecclestone vermarktet die Formel 1 seit Ende der 1970er Jahre, als er die Werbe- und TV-Rechte kaufte. Er hat die Serie zu einem weltumspannenden Event gemacht. In dieser Saison wird die WM erstmals in 21 Rennen entschieden.