Vierte Bewerbung geht im Rathaus Oppenweiler ein

Bernhard Bühler, Hauptamtsleiter der Gemeinde Kernen, kandidiert – Andres Lux aus Allmersbach wirbt mit Flyern für sich

Bernhard Bühler

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Es geht Schlag auf Schlag in der Sturmfedergemeinde: Nachdem sich am Donnerstag mit Jörn Wenzelburger ein dritter Kandidat um das Amt des Bürgermeisters von Oppenweiler beworben hat, sind es nun gar vier geworden. Mit im Rennen ist nun auch Bernhard Bühler, Haupt- und Personalamtsleiter der Gemeinde Kernen im Remstal. Der 49-Jährige wohnt zwar in Backnang, ist aber in Oppenweiler aufgewachsen und in der Gemeinde verwurzelt. „Oppenweiler ist mein Heimatort und ich möchte auch nicht irgendwo anders Bürgermeister werden“, sagt er. Seit mehr als 20 Jahren ist Bühler in der Verwaltung tätig, war nach seiner Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt zuerst in Gemmrigheim (Kreis Ludwigsburg) und seit 2001 in Kernen tätig. „Als Bürgermeister brauch man Berufs- und Lebenserfahrung“, sagt er. Beides bringe er mit.

Für die Arbeit des künftigen Bürgermeisters von Oppenweiler seien zwei wichtige Themen bereits gesetzt: die B-14-Ortsumfahrung und der Hochwasserschutz. Mit Letzterem sei er in seinem langjährigen Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Oppenweiler des Öfteren befasst gewesen. „Es ist völlig klar, dass sich da etwas tun muss“, findet Bühler. Wichtig sei ihm aber auch, den demografischen Wandel mit seinen Folgen ernst zu nehmen. Dafür gelte es, generationenübergreifend zu denken und zu handeln. Die Gemeinde müsse für junge Familien und Senioren gleichermaßen attraktiv sein. Für den Familienvater ist es wichtig, dass die Verwaltung der Gemeinde nicht nur effizient, sondern auch bürgerfreundlich ist. „Ich möchte mich mit meiner offenen und engagierten Art gerne für Oppenweiler einsetzen.“ Zudem stehe er für einen verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Ressourcen, seien es Energie, Landschaftsverbrauch oder Finanzen der Gemeinde.

Das Bewerberfeld komplettiert der Allmersbacher Andreas Lux. Der Projektleiter in einem Unternehmen für Steuerungstechnik hat in den vergangenen Tagen in Oppenweiler mit Flyern für sich geworben. Darin nennt er als seine Ziele für das Amt des Bürgermeisters unter anderem Vereine, Ehrenamt und Kultur zu fördern, die Bürgerbeteiligung auszubauen und Umwelt und Natur zu schützen. „Wir müssen gemeinsam Ziele entwickeln, an denen wir die Entscheidungen von Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung ausrichten. Dabei gilt es, Gutes zu bewahren und sich bietende Chancen mit Augenmaß und Weitblick zu nutzen“, schreibt Lux auf seiner Homepage. Der 39-jährige Vater dreier Kinder zählt zu seinen Stärken, „Situationen in kürzester Zeit einschätzen und beurteilen“ zu können. Abläufe in Sachen Verwaltung seien ihm durch seine Erfahrung als Elektromeister und Projektleiter in Industriebetrieben bekannt. Unter anderem war Lux sieben Jahre lang Betriebselektriker der Stadt Stuttgart.

Für neue Ideen sei er offen, sagt der gebürtige Backnanger. Es gehe ihm darum, die hohe Lebensqualität Oppenweilers sowie das vielfältige Freizeitangebot zu erhalten und weiterzuentwickeln. Eine gesteigerte Lebensqualität sähe er in der Verbesserung der Nahversorgung und einer Verkehrsberuhigung mit Tempo 30 im Ort.

Am Montag, 18. Dezember, endet um 18 Uhr die Bewerbungsfrist für das Bürgermeisteramt in Oppenweiler. Alle Kandidaten werden um 18.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses im Rathaus vorgestellt.