Nächster Schritt zum Klassenverbleib

Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang siegt bei der TGS Pforzheim mit 28:24 und klettert auf einen Nichtabstiegsplatz

Im Kampf um den Klassenverbleib landeten die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang einen 28:24-Sieg bei der TGS Pforzheim. Umso wichtiger war dieser Erfolg, weil auch die Konkurrenten im Keller punkteten. In der Bertha-Benz-Halle zog das Team von Trainer Matthias Heineke zu Beginn der zweiten Halbzeit davon und verdiente sich den dritten Auswärtssieg der Saison durch eine gute Abwehrleistung. Die Murrtaler kletterten auf einen Nichtabstiegsplatz.

War von Pforzheims Spielertrainer Andrej Klimovets und dessen Kollegen oft nicht zu stoppen: Ruben Sigle, der fünf Tore erzielte.Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Die TGS Pforzheim beklagte vor dem Anpfiff personelle Probleme. Einige Akteure fehlen ohnehin schon länger, der lettische Nationalspieler Maris Versakovs meldete sich kurzfristig krankheitsbedingt ab. Immerhin kehrte Torwart Sebastian Ullrich ins Team zurück, in der Hinrunde hatte er maßgeblich zum Pforzheimer Sieg beigetragen. Beim HCOB lief sich Benjamin Röhrle für den Fall der Fälle warm, seine Rückkehr auf das Spielfeld kam im Laufe der Partie aber noch nicht zustande. Philipp Schöbinger musste verletzt zugucken.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Der Pforzheimer Florian Taafel spielte stark. Er erzielte viele Tore und setzte seine Nebenleute gut in Szene. Die TGS ging mit 6:4 in Führung. Oppenweiler/Backnang ließ sich jedoch nicht abschütteln, streute immer wieder ein Kontertor ein und führte nach dem 7:6 von Kevin Wolf zum ersten Mal. Als die Hausherren nach einer Hinausstellung gegen Chris Hellerich mit einem Mann mehr auf dem Feld standen, setzten sie sich noch einmal auf zwei Tore ab (11:9, 24. Minute). Die restliche Spielzeit in Hälfte eins gehörte dann allerdings dem HCOB. Torwart Thomas Fink ließ nur noch zwei Gegentore zu, auf der anderen Seite entwickelten die Murrtaler viel mehr Durchschlagskraft. Florian Schöbinger sorgte vom Kreis für das 14:13 – die Führung hieß noch nicht viel, ein wenig Symbolkraft hatte sie doch.

Nach Wiederbeginn setzten die Gäste entschlossen nach. Der Rückraum mit Tobias Hold, Kevin Wolf und Ruben Sigle erwies sich als sehr treffsicher. Das Heineke-Team überstand ein Unterzahlspiel erfolgreich und erhöhte durch Wolf auf 19:14. Noch wollten sich die Pforzheimer allerdings nicht geschlagen geben. Durch sicher verwandelte Siebenmeter von Marco Kikillus kamen sie wieder heran, erzielten beim 22:23 und beim 23:24 jeweils das Anschlusstor. Allerdings war jener 23. Treffer nach 49 Minuten für eine sehr lange Zeit die letzte Pforzheimer Kiste. Auf der Gegenseite hingegen steuerte Ruben Sigle ganz wichtige Treffer bei, erhöhte auf 26:23 für den HCOB. Dessen Keeper Sven Grathwohl parierte zwischendurch einen Strafwurf von Kikillus. Oppenweiler/Backnang war nun richtig auf Kurs.

Die Pforzheimer gingen ein hohes Risiko und wagten auch einige unvorbereitete Würfe. Diese waren meistens ein gefundenes Fressen für Grathwohl. Nach einem Kontertreffer von Florian Frank und einem weiteren Treffer von Hold war die Messe gelesen. Der HCOB spielte die letzten fünf Minuten der Partie gemütlich herunter, gestattete nur noch ein Gegentor und hat wieder einen kleinen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht.

TGS Pforzheim: Binder, Merz (n.e.), Ullrich – Bogdanic (n.e.), Alexander Klimovets (3), Taafel (8), Bujotzek (1), Kikillus (10/5), Mitzel (1), Sruk (1), Fassunge, Wysokinski, Salzseeler, Andrej Klimovets.

HC Oppenweiler/Backnang: Fink, Grathwohl – Florian Schöbinger (4), Röhrle (n.e.), Hold (6), Sigle (5), Szilagyi (n.e.), Hellerich (1), Wolf (7), Kuhnle, Frank (1), Maurer (3), Raff (n.e.), Köder (1).

Schiedsrichter: Ekk/Sachtleber (Wiesbaden/Offenbach). – Zuschauer: 500. – Siebenmeter: 5/6:0/3 (Kikillus scheitert an Grathwohl – Maurer und Hold scheitern an Binder, Köder scheitert an Ullrich). – Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Bojutzek, Andrej Klimovets – Hellerich, Köder, Florian Schöbinger).