„Die Menschen machen Aspach stark“

Bürgerempfang mit besonderer Ehrung für Spvgg-Vorsitzenden Heinz Fischer und die Organisation Großaspacher Modell

Jede Menge erfolgreiche Sportler und Ehrenämtler, viel Prominenz und Hunderte von Bürgern trafen sich am Donnerstagabend in der Gemeindehalle Großaspach zum Bürgerempfang der Gemeinde Aspach. Es war der 18. seiner Art und der letzte, bei dem Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner der oberste Hausherr war. Nach 24 Jahren möchte er „die Verantwortung für unsere schöne Gemeinde in jüngere Hände legen“. Bei der Bürgermeisterwahl am 30. September soll dies geschehen.

Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner (links) zeichnete für besondere Leistungen im Ehrenamt Heinz Fischer (Dritter von links) und die Beteiligten des Großaspacher Modells aus. Fotos: J. Fiedler

Von Renate Häußermann

ASPACH.Die persönliche Begegnung sei das wichtigste Element eines guten Miteinanders in einem lebendigen Gemeinwesen, sagte Weinbrenner und blieb der Tradition treu, den offiziellen Teil des Empfangs relativ kurz zu halten. Freilich nicht zu kurz. Denn Heinz Fischer und die Einrichtung Großaspacher Modell, die mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurden, sollten gebührend geehrt werden. Auf mehrfachen Vorschlag aus der Bürgerschaft und auf Beschluss des Gemeinderats gab es in diesem Jahr die Aspacher Bürgermedaille gleich zweimal.

Heinz Fischer sei das „leibhaftige Urgestein“ der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach. Seit 53 Jahren gehört er dem Verein an und stellt sich seit 34 Jahren der Verantwortung in leitenden Funktionen als Abteilungsleiter, stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender 1996 bis 2004 und seit 2010 bis heute, Jugendbetreuer, Spielleiter, AH-Leiter, Schiedsrichter für den Verein und zeitweilig auch als Leiter der Laienspielgruppe. Ehrenmitglied des Vereins ist er schon lange, mit der Bürgermedaille kam jetzt die besondere Ehrung der Gemeinde hinzu.

Im besonderen Fokus der Arbeit des Großaspacher Modells stehen die Schüler der Conrad-Weiser-Schule. Die Organisation wurde 2005 gegründet und ist ein Kooperationsprojekt der Paulinenpflege Winnenden, der evangelischen Kirchengemeinde Großaspach, des evangelischen Kirchenbezirks Backnang und der Gemeinde Aspach und wird gefördert vom Kreisjugendamt des Rems-Murr-Kreises.

Ergänzung zu

schulischen Angeboten

Das Großaspacher Modell sieht seine Aufgaben als eine Ergänzung zu schulischen Angeboten und als eine besondere Form von Schulsozialarbeit, die in die Gesellschaft, aber auch in die Kirche hineinwirkt. Ein Team von drei teilzeitbeschäftigten Hauptamtlichen und 31 Ehrenamtlichen leistet segensreiche Dienste. Besonders erwähnt wurden Almut Freier, Monika Schmidt und Jutta Wahl, die von Anfang an ehrenamtlich dabei sind, sowie Finn Sattler, der mit seinen 14 Jahren der Jüngste im Team ist.

„Vieles, was unsere Gemeinde reich macht, geschieht im Verborgenen“, stellte Weinbrenner fest. Unzählige Menschen seien im Beruf oder im Ehrenamt darin tätig, das Zusammenleben zu bereichern. Aber auch von der Gemeinde selbst gab es gute Nachrichten. „Ich darf Ihnen die Situation der Gemeinde Aspach als derzeit recht erfreulich schildern“, sagte der Bürgermeister. Endlich sei es möglich, etwas von dem Investitionsstau der vergangenen Jahre abzubauen. Mit Nachdruck würden die Projekte Conrad-Weiser-Schule, Feuerwehrhaus Großaspach, Rathaus und Bücherei angegangen. Bei allen geht es um angemessene Räumlichkeiten. Durch Wohnbaumaßnahmen werde der Großaspacher Ortskern erneuert und weiterentwickelt. Weiterer Schwerpunkt sei die Verbesserung der Breitbandversorgung. „Besonderen Wert legen wir in Aspach darauf, unsere Bürgerschaft von Betroffenen zu Beteiligten zu machen.“

Weinbrenner nannte als Schwerpunktthema die städtebauliche Entwicklung in der Ortsmitte in Rietenau. Im Rathaus würden derzeit dazu Diskussionsgrundlagen erarbeitet, die dann gemeinsam mit den Bürgern erörtert werden sollen. Die Meinung der Bürger sei gefragt, wenn es um die Belange der Gemeinde gehe.

„Es sind die Menschen, die Aspach stark machen, und auf diese Menschen sind wir zu Recht stolz.“ Damit ging Weinbrenner zur Ehrung der Sportler (wir berichten im Sportteil) und der Blutspender über. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins, Gerd Guhr, wurden Mehrfachblutspender für ihr segensreiches Tun ausgezeichnet. An ihrer Spitze Bernd Deininger, der 100-mal Blut gespendet hat. Werner Preiß war 75-mal dabei, Rolf Knoll und Markus Schick 50-mal. Für 25 Blutspenden geehrt wurden Peter Berg, Christine Föll, Timo Hessel, Sebastian Perthold, Karl Schlichenmaier und Sonja Trautwein. Für 10 Blutspenden gab es die Ehrung für Kerstin Andersch, Michael Bach, Timo Froner, Bettina Hjordt, Rolf Kopp, Heiko Scheibner, Eva Schlichenmaier, Susanne Strohmaier, Bianca Thürmer, Andrea Unkauf und Tobias Zawinul.

Besonderen Applaus gab es für die Akteure, die das Rahmenprogramm des Bürgerempfangs gestaltet hatten: Melina Bayler und Dominik Reichert von der Conrad-Weiser-Schule, die Minigarde des Backnanger Karnevals-Clubs, das Klarinettenensemble der Jugendmusik- und -kunstschule Backnang sowie die Spvgg Kleinaspach/Allmersbach, deren Team für die Bewirtung zuständig war.