Durchgestrichener Zebrastreifen verwirrt

BACKNANG (kf). Gilt er oder gilt er nicht? Der Zebrastreifen beim Bettenhaus Windmüller in der Gerberstraße sorgt für Verwirrung, denn seit einigen Wochen ist er mit einem gelben Markierungsband durchgestrichen. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, Heinz Franke, sprach das Thema kürzlich im Ausschuss für Technik und Umwelt an und warnte vor gefährlichen Situationen. Für Aufklärung sorgt der Leiter des Stadtbauamts, Hans Bruss. Nein, der durchgestrichene Zebrastreifen bedeute nicht, dass Fußgänger dort nicht mehr die Straße queren dürfen – ganz im Gegenteil. Im Zuge der Bauarbeiten an der Aspacher Brücke ist die zulässige Geschwindigkeit in der Gerberstraße von 50 auf 20 Kilometer pro Stunde reduziert worden. In 20er-Zonen gibt es laut Straßenverkehrsordnung aber keine Zebrastreifen: „Dort dürfen Fußgänger nämlich überall die Straße queren“, erklärt Bruss. Weil viele Verkehrsteilnehmer das aber nicht wissen und die Maßnahme deshalb für Irritationen gesorgt hat, will die Stadt nun reagieren. Laut Bruss soll die zulässige Geschwindigkeit in der Gerberstraße in Kürze von 20 auf 30 Kilometer pro Stunde erhöht werden. Dann ist der Zebrastreifen wieder erlaubt und das gelbe Kreuz kann entfernt werden. Foto: A. Becher