Amtsgericht auf Klinik-Areal geplant

Landkreis und Stadt Waiblingen ermöglichen Neubau – Teilüberbauung des Parkdecks angestrebt

WAIBLINGEN (pm). Nach der Umsetzung der Notariats- und Grundbuchamtsreform zählt das Amtsgericht Waiblingen seit Februar 2016 zu den grundbuchführenden Amtsgerichten. In diesem Zuge haben der Landkreis und die Stadt Waiblingen gemeinsam mit den Vertretern der Justiz und des Landesbetriebs Vermögen und Bau eine langfristige Lösung am Rande des früheren Waiblinger Klinik-Areals geschaffen. Nachdem dieses Projekt bereits erfolgreich umgesetzt wurde, gibt es nun eine weitere positive Neuigkeit: Das Land Baden-Württemberg hat sich dazu entschieden, die aktuell sechs Standorte des Amtsgerichts an einem Ort zu konzentrieren.

Um diese vorgesehene Bündelung an einem zentralen Standort zu ermöglichen, hat die Kreisbaugesellschaft in Abstimmung mit der Stadt Waiblingen das ehemalige Klinik-Areal Waiblingen vorgeschlagen. Konkret ist eine Teilüberbauung des kreiseigenen Parkdecks vorgesehen. Landrat Richard Sigel und der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky freuen sich über die gefundene Lösung und bedanken sich bei den Landtagsabgeordneten, die sich für die Realisierung dieses Projektes eingesetzt haben. „Mit der Bebauung der Tiefgarage können unter Wahrung ökologischer Interessen zusätzliche Nutzflächen geschaffen werden“, betont Landrat Dr. Sigel.

Freude über die

neuen Pläne

„Das Projekt hat – gerade in Zeiten des immer weiter steigenden Flächenbedarfs – Modellcharakter für die Region Stuttgart und zeigt auf, wie die vielfältigen Interessen in den Ballungszentren miteinander in Einklang gebracht werden können.“ Auch der Waiblinger Oberbürgermeister, Andreas Hesky, freut sich über die neuen Pläne im Herzen von Waiblingen. „Mit einem Neubau des Amtsgerichts an diesem Standort soll ein dauerhaft leistungsfähiger und zukunftsorientierter Justizstandort entstehen, ohne dabei anderweitig nutzbare Freiflächen zu versiegeln. Die dringend benötigten Parkplätze können auf diese Weise weiter erhalten bleiben“, betont er. „Die ursprünglich für ein Verwaltungsgebäude vorgesehene Fläche kann dann ebenfalls einer Wohnbebauung zugeführt werden. Besondere Perspektiven bieten die bisher vom Amtsgericht genutzten Gebäude. Diese einer Nachnutzung zuzuführen, kann einen weiteren Schub für die Stadtentwicklung geben.“ Der Direktor des Amtsgerichts Waiblingen, Michael Kirbach, begrüßt diese positive Entwicklung für den Justizstandort Waiblingen ebenfalls und setzt auf eine zeitnahe Realisierung dieses, für die rechtssuchenden Bürgerinnen und Bürger und für das Amtsgericht mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wichtigen Projekts.