Dort punkten, wo keiner damit rechnet

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang treten in der Dritten Liga beim Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II an

In der Dritten Handball-Liga wird’s immer enger. Das bedeutet für den HC Oppenweiler/Backnang, dass er für den Ligaverbleib auch gegen starke Gegner punkten muss. Genau dies hat das Team von Trainer Matthias Heineke für Samstag (20 Uhr) geplant. Da geht es in der Östringer Stadthalle gegen den Tabellenzweiten, die Rhein-Neckar Löwen II.

HCOB-Trainer Matthias Heineke blickt dem schweren Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen II entgegen. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Die Südstaffel der Dritten Liga präsentiert sich in mit einem ungewöhnlichen Tabellenbild. An der Tabellenspitze liegen fünf Mannschaften gerade einmal zwei Zähler voneinander getrennt. Der Spitzenreiter SV Kornwestheim hat nach 21 von 30 Spielen 14 Minuspunkte. Was das mit dem HC Oppenweiler/Backnang zu tun hat, der als 13. ganz andere Sorgen hat? Auf den ersten Blick nur wenig. Auffällig aber ist, dass am Tabellenende ebenfalls fünf Teams nur durch zwei Zähler voneinander getrennt sind.

Die Saison für den HC Oppenweiler/ Backnang steht im Zeichen des Kampfs gegen den Abstieg. Die Mannschaft von Trainer Matthias Heineke hat sich mit 7:5 Punkten aus den sechs Spielen im Januar und im Februar vom vorletzten auf den viertletzten Platz verbessert. Sie ist punktgleich mit Zweitliga-Absteiger TV Neuhausen/Erms und hat jeweils einen Punkt Vorsprung auf Dansenberg und Hochdorf, auf Schlusslicht SG Köndringen/Teningen sind es zwei Zähler Abstand. Das zeigt, wie dringlich es weiterhin sein wird, zu punkten, auch in Spielen gegen starke Gegner.

Exakt eine solche Partie bestreitet der HCOB morgen. Er tritt bei der zweiten Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen an, einem Rivalen, der als Zweiter mit 27:17 Punkten vorne mitspielt und am vergangenen Wochenende als erste Mannschaft in dieser Saison einen Punkt aus der Balinger Sparkassen-Arena entführte. Das Team aus dem Kraichgau, im vergangenen Jahr noch als SG Kronau/Östringen II am Start, ist stark aufgestellt, denn die Trainer Michel Abt und André Bechtold können ihr Team aus einem breit aufgestellten Kader wählen. Auch aus der Jugend rücken regelmäßig Talente nach, die wie einst Uwe Gensheimer erste Aktivenerfahrungen in der dritthöchsten Liga sammeln.

Der HCOB musste sich im Hinspiel mit 34:37 geschlagen geben. Noch mal so viele Gegentore sind in der Stadthalle in Östringen nicht erlaubt, damit wäre wohl kaum etwas zu holen. „Deshalb müssen wir sehr clever und intensiv verteidigen“, sagt Trainer Matthias Heineke. Er möchte, dass seine Mannschaft „in der Nahkampfzone körperbetont und zweikampfsuchend agiert und außerhalb des Neunmeterraums den Torhütern durch gutes Blockspiel das Leben leichter macht.“ Dass seine Mannschaft zuletzt gegen das Topteam Horkheim einen Punkt eroberte, stuft Heineke als „wichtig für das Selbstvertrauen und wichtig für die Tabelle“ ein. Vor allem aber „hat das Unentschieden die Gier, am Samstag nun doppelt zu punkten, nur noch größer gemacht“. Die ersten beiden Auswärtsspiele in 2018 hat der HCOB gewonnen.

Das spielfreie Wochenende nutzten die Handballer, um vor dem Saisonendspurt durchzuschnaufen. Ansonsten ließ Heineke den Trainingsablauf unverändert, mit der Ausnahme des kurzfristig angesetzten Testspiels beim Erstligisten TVB 1898 Stuttgart. „Wir wollen den Rhythmus beibehalten“, sagt Heineke.

  Der HC Oppenweiler/Backnang setzt morgen einen Fanbus ein. Abfahrt ist um 16.45 Uhr an der Gemeindehalle in Oppenweiler. Anmeldungen nimmt Erich Maier unter der Telefonnummer 07191/4216 entgegen.