Aspach verspürt Appetit auf einen Dreier

Fußball-Drittligist SG Sonnenhof will im Heimspiel gegen Unterhaching den Lauf von sechs Spielen ohne Sieg beenden

Sascha Hildmann lässt keinen Zweifel aufkommen, was er von seiner Elf im morgigen Heimspiel ab 14 Uhr gegen Unterhaching erwartet: „Wir haben Hunger auf einen Sieg und werden alles reindonnern.“ Der Trainer der Aspacher Drittligafußballer weiß, dass ein Dreier Balsam für die zuletzt doch ein wenig geschundene Seele der SG sein würde.

Liegt noch mit einer Erkältung flach: Großaspachs Kapitän Daniel Hägele. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Die Mannschaft aus dem Fautenhau hat in dieser Saison schon freundlichere Zeiten erlebt. Und das hat nur bedingt etwas mit den derzeitigen Kältegraden zu tun. Sportlich machen Daniel Hägele und seine Mitstreiter gerade eine schwierige Phase durch und zehren von den bärenstarken 31 Punkten aus der Vorrunde. Seither gab’s noch zwei Zähler und Hildmanns Feststellung: „Bei uns wird gerade jeder kleine Fehler vom Gegner sehr hart bestraft.“ Der Coach der SG Sonnenhof sagt aber auch: „Negativdenken bringt nichts. Wir müssen an unsere Stärken glauben.“ Außerdem macht er klar: „Jeder sollte wissen, dass Großaspach nicht wie das Messer durch die Butter durch die Dritte Liga marschiert.“ Seine Mannschaft müsse immer am obersten Limit spielen, wenn sie in dieser Spielklasse punkten will. Und: „Das schafft keiner.“ Für den Coach ist es deshalb auch kein Wunder, dass „unsere bisherige Saison gekennzeichnet ist, dass wir immer wieder Phasen haben“. Solche, in denen Aspach mal drei Partien in Folge verlor, um danach viermal nacheinander zu siegen. Derzeit sind es sechs Begegnungen ohne Dreier. Ein Lauf, den Hildmann morgen beenden will und an die Vorrunde erinnert: „Auch damals haben wir zuvor gegen Jena 0:0 gespielt, gegen Osnabrück knapp verloren“, und dann in Unterhaching nach starker Leistung 4:1 gewonnen. Das soll nun wiederholt werden, hofft Sascha Hildmann.

Der SG-Trainer ist zuversichtlich, dass seine Elf das schafft. Dann, wenn sie Geschlossenheit, Kompaktheit und echten Teamgeist auf den Platz bringt. Vor allem Letzteres ist für den 45-jährigen Fußballlehrer unabdingbar. Deshalb kündigt er an: „Es wird die derzeit beste Mannschaft auf dem Platz stehen. Und das müssen nicht die elf besten Spieler sein.“ Hildmann baut auf diejenigen, die am besten die Attribute „ekelhaft, griffig und spritzig“ verkörpern. Erst recht, wenn diese Kicker dann zudem noch mit Spielkultur und Mut ausgestattet Schwung in die Offensive bringen.

Der frühere Zweitligaprofi ist zuversichtlich, dass dies dem Elften gegen den auf Rang sieben notierten Ex-Bundesligisten gelingt. Denn: „Zu Hause haben wir bisher noch kein schlechtes Spiel gemacht. Weder gegen Paderborn (1:1) noch gegen Jena (0:0).“ Auch in Osnabrück sei nicht alles schlecht gewesen, die Mannschaftsleistung zum Beispiel war in Ordnung, erklärt der SG-Coach und urteilt: „Die Spieler wollen, derzeit entscheiden aber zu oft Kleinigkeiten gegen uns.“

Das soll und muss sich gegen Unterhaching ändern. Auch weil die Gäste aus Bayern über ein spielstarkes Team um den früheren Bundesliga-Mittelfeldspieler Sascha Bigalke und Liga-Torschützenkönig Stephan Hain (15 Saisontreffer) verfügen. Auch deshalb ist die augenblickliche personelle Situation der Elf aus dem Fautenhau nicht gerade ein Vorteil. Neben den Langzeitverletzten Felice Vecchione (Kreuzbandriss) und Alexander Aschauer (Mittelfußbruch) sowie dem noch zwei Spiele gesperrten Abwehrorganisator Julian Leist drohen weitere Ausfälle. Vor allem die Einsätze von Linksverteidiger Jeff-Denis Fehr (Adduktorenprobleme), Kapitän Daniel Hägele und Torwart Kevin Broll (beide stark erkältet) sind sehr fraglich. „Hinten sieht es gerade sehr dünn aus“, weiß Hildmann und bekennt, dass er sich deshalb schon die ganze Woche den Kopf zerbricht. Entsprechend froh ist der Coach, dass mit Michael Vitzthum der zweite Linksverteidiger nach seinem Rippenbruch wohl fit wird und auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein ebenso brennt wie Angreifer Timo Röttger, der nach seiner Gelbsperre gegen Osnabrück wieder in den Kader zurückkehrt.