Von der Kunst zu leben

Die aus Oberrot stammende Regisseurin Silke Abendschein zeigt ihren Tanzdokumentarfilm im Universum-Kino

Die Choreografin Avatâra Ayuso ist eine der drei Tanzkünstlerinnen, die die Filmemacherin Silke Abendschein während ihrer Arbeit an verschiedenen Orten in Europa begleitet hat.

BACKNANG (inf). Silke Abendschein ist in der Stadt keine Unbekannte. Die in Oberrot geborene Filmemacherin, die seit 2011 in Berlin lebt, hatte 2013 ihren ersten Dokumentarfilm im Kino: „Chellaponnu – Nette Mädchen“. Der Streifen war unter anderem im Kino Universum in Backnang zu sehen, die Regisseurin war damals selbst vor Ort, um ihr Werk vorzustellen. Darin stellte sie Erinnerungen an eine schwäbische Kindheit auf dem Land in den 1960er-Jahren der Lebenswirklichkeit von fünf Frauen – Mütter und Töchter – im heutigen indischen Hinterland gegenüber.

Jetzt macht Silke Abendschein wieder in Backnang Station, und im Gepäck hat sie ein neues Werk: den Tanzdokumentarfilm „El Séptimo Sentido. I am a dancer. Von der Kunst zu leben“. Der Film ist am Samstag, 3. März, 17.45 Uhr im Universum in der Sulzbacher Straße zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Filmgespräch mit der Regisseurin. Der Film verfolgt das Schicksal dreier spanischer Tanzkünstlerinnen, die ihr Glück im europäischen Ausland suchen. Zugleich wirft er einen aktuellen Blick hinter die Kulissen der Kulturindustrie.

Das Filmprojekt nahm seinen Anfang im Jahr 2009. Damals traf die Kostümbildnerin und Regisseurin Silke Abendschein im Festspielhaus Hellerau in Dresden auf die spanische Choreografin Avatâra Ayuso, ihre Bühnenbildnerin Eugenia Morales und ihre Tänzerin Alejandra Banjo. Vor dem Hintergrund der spanischen Wirtschaftskrise entstand im Lauf der folgenden Jahre die Idee, ein Porträt über das Schaffen dieser drei europäischen Künstlerinnen zu machen.

Über ihre Zusammenarbeit mit den drei Tanzkünstlerinnen sagt die Regisseurin Silke Abendschein: „Avatâra, Eugenia und Alejandra haben mich auf eine Reise durch London, Dresden und Barcelona auf ihrem Weg als Choreografin, Ballettlehrerin und Tänzerin mitgenommen. Ihre Stärke, ihre absolute Leidenschaft für den Tanz sowie ihre Ausdauer und der Zusammenhalt haben mich sehr beeindruckt.“