Hohes Niveau bei Texten für den Süwag-Award

Schüler mit den Themen Mexiko, Videobeweis und Blobbing sowie Spitz, Killerspiel und Shisharauchen erfolgreich bei der 13. Runde von Zeitung in der Schule

Siegesfeier im Süwag-Servicecenter in Backnang. Die besten Artikel, die Schüler im Rahmen des Projekts Zeitung in der Schule 2017 verfasst haben, wurden jetzt ausgezeichnet. Insgesamt vier Preise und zwei lobende Erwähnungen übergaben Süwag-Standortleiter Michael Meyle und Verlagsgeschäftsführerin Brigitte Janus an die strahlenden Sieger.

Übergabe der Zisch-Preise (von rechts): Michael Meyle (Süwag), Kornelius Fritz (BKZ), Christoph Heilmayer und Collin Glock (Anna-Haag-Schule), Florian Muhl (BKZ), Elena Stubert und Regina Knill (Anna-Haag-Schule), Rebecca Haug und Smilla Rieke Stadler (Max-Born-Gymnasium), Sarah Bunge (Anna-Haag-Schule), Mutter von Regina Knill und Brigitte Janus (BKZ). Verhindert waren die Schüler Lukas Klausmann und Philipp Hördt (MBG) und Mascha Wittmann (Anna-Haag-Schule) sowie die Lehrerinnen Jutta Rieger-Ehrmann (Anna-Haag-Schule) und Monika Nuding-Rieger (MBG). Fotos: A. Becher

Von Florian Muhl

BACKNANG. Auch wenn es beim Zisch-Schreibwettbewerb Süwag-Award 2017 sehr viele sehr gute Beiträge gab, waren sich die Jury-Teilnehmer bei der Vergabe des ersten Platzes alle einig: „Das Interview über das Leben in Mexiko von Regina Knill und Elena Stubert von der Anna-Haag-Schule Backnang ist klar der Sieger“, sagte Brigitte Janus (siehe Extraartikel unten).

Weil die Qualität der wirklich guten Schülerbeiträge diesmal so dicht beieinanderlag, hat sich die Jury dazu entschieden, den 2. Preis gleich zweimal zu vergeben, fuhr die BKZ-Geschäftsführerin fort. Der Autor des ersten zweiten Platzes, Lukas Klausmann vom Max-Born-Gymnasium (MBG) Backnang, war leider am Tag der Preisübergabe verhindert. Der Schüler der Klasse 9c scheint ein Schreibtalent zu sein. Sein Beitrag „Liebe auf den ersten Pfiff“ ist wirklich pfiffig geschrieben. Es geht um den relativ neu eingeführten Videobeweis im Fußball. Klausmann nimmt das ganze Verfahren ein wenig auf die Schippe und arbeitet auch mit schwarzem Humor. Beispiel: „Für die Linienrichter haben wir schon mal Jobs im Blindenheim ausgehängt.“ Er führt eine Art Zwiegespräch mit dem Videobeweis und fragt ihn sogleich, warum man ihn überhaupt eingeführt hat. „Ach so! Du sollst die Bundesliga fairer machen!“ Und im Verlauf des Berichts wird’s spannend, denn die Premiere naht. Wird alles klappen? Nicht ganz. Aber Lukas bleibt Optimist: „Vielleicht wird es ja doch noch Liebe auf den 2. Pfiff – Ich meine natürlich Blick.“ Für den erfolgreichen MBG-Schüler gab es 100 Euro für die Klassenkasse.

„Top oder Flop – Blobbing“ war der Artikel von Sarah Bunge und Mascha Wittmann aus der Klasse 1BK1P2 der Anna-Haag-Schule Backnang überschrieben, die den zweiten Preis erhielten. Aber was um Himmels Willen ist Blobbing? „Ich muss gestehen: vor dem Lesen des Artikels hatte ich noch nie von diesem neuen Trendsport gehört“, sagte Janus. Schon alleine die Bilder waren atemberaubend. Das junge Autoren-Duo versteht es, dem Leser in verständlichen Worten den Sport zu erklären und nahezubringen. Darüber hinaus bieten die beiden Zusatzinformationen über diesen Spaßsport. Wo kommt er her? Was kostet es? Wo kann man ihn betreiben? All diese Fragen werden im Artikel beantwortet. Und noch mehr: Der momentane Weltrekord im Blobbing liegt bei 22 Metern. Aufgestellt 2012 von einem dreiköpfigen deutschen Team. Ob dieser Sport mal olympisch wird? Sarah Bunge nahm freudestrahlend die Urkunde in Empfang, auch für ihre erkrankte Mitschülerin Mascha Wittmann, sowie 100 Euro für die Klassenkasse.

Beim dritten Preis dreht sich alles um „Keks“. Keks ist ein Mittelspitz und gehört Smilla Rieke Stadler. Die MBG-Schülerin machte beim Gassigehen die Erfahrung, dass ihr Max-und-Moritz-Hund nicht bei allen als süß und flauschig empfunden wurde, sondern bei einigen auch ein schlechtes Image hat. Dem wollte sie mit ihrer Zisch-Arbeit begegnen. So klärte sie auf: „Der Feld-, Wald- und Wiesenköter ist pflegeleicht und schlau noch dazu.“ Wie Smilla schreibt, fühlten sich die Spitze schon im 19. Jahrhundert in deutschen Adelshäusern pudelwohl. Die Schülerin aus der Klasse 9b freute sich über die Urkunde und 50 Euro für die Klassenkasse.

Schade, dass es nur einen begrenzten Platz auf dem Siegertreppchen gibt, denn es gab eine Vielzahl weiterer sehr guter Texte. Aus diesem Grund vergab die Jury folgende zwei lobende Erwähnungen:

  „Computerspiele – Killerspiele?“ von Philipp Hördt, Klasse 9c, Max-Born-Gymnasium Backnang.

  „Trendgerät Shisha“ von Collin Glock und Christoph Heilmayer, Klasse 1BK1P1, Anna-Haag-Schule Backnang.

Alle genannten Preisträger, auch diejenigen Schüler, die eine Belobigung erhielten, dürfen sich darüber hinaus über ein dreimonatiges Abonnement der Backnanger Kreiszeitung freuen.

Zu Beginn der Preisverleihung hatte Redaktionsleiter Kornelius Fritz betont, dass die BKZ seit mittlerweile 13 Jahren die Aktion Zeitung in der Schule organisiert. „Wir tun das, weil wir der Meinung sind, dass auch der Umgang mit Medien etwas ist, was junge Leute lernen sollten“, erläuterte Fritz. Wer selbst einmal einen Zeitungsartikel geschrieben habe, werde schnell feststellen, dass journalistische Arbeit doch etwas anderes ist, als schnell ein paar Informationen im Internet zu googeln und mit Copy und Paste einzufügen. „Journalistisch arbeiten heißt, mit Menschen zu sprechen, Informationen zu recherchieren, auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und einzuordnen und sie schließlich für den Leser verständlich, im besten Fall sogar unterhaltsam, aufzubereiten“, sagte Fritz.