Autobranche blickt mit Sorgen auf Streit um US-Zölle

Genf (dpa) - Mit Sorge blickt nun auch die europäische Autoindustrie auf den Streit um die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle. Der Schlagabtausch zwischen Washington und der Europäischen Union dürfte zum großen Thema des Genfer Automobilsalons werden, der in dieser Woche beginnt.

Von heute an trifft sich die Fachwelt in der Schweiz, am Donnerstag öffnet die Messe dann auch für Besucher. Trump hatte zunächst Strafzölle auf Stahl und Aluminium angekündigt und dann am Wochenende nachgelegt und Europäern mit Strafabgaben für Import-Autos gedroht, sollten sie ihrerseits US-Produkte mit höheren Zöllen belegen. Befürchtet werden vor allem Nachteile für deutsche Autobauer, die zuletzt Marktanteile in den USA gewonnen hatten. Die EU-Kommission will am Mittwoch entscheiden, wie sie auf die Zollpläne reagiert.

Viel Gesprächsstoff bieten außerdem die möglichen Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge in deutschen Städten, zudem dürfte die Großbaustelle Brexit allmählich wieder in den Fokus rücken. Der Genfer Autosalon (8. bis 18. März) ist traditionell die erste europäische Automesse des Jahres. Rund 180 Aussteller zeigen in diesem Jahr 900 Modelle, darunter den neuen Audi A6 und eine Studie des elektrischen VW-Luxusautos I.D. Vizzion. BMW präsentiert das SUV-Coupé X4 und Daimler den Mercedes-AMG GT. Die Veranstalter erwarten rund 700 000 Besucher.