Guter Auftakt und gleichzeitiges Ende

Skijöring-Trio um Gernot Galle fährt im einzigen Saisonrennen auf Platz zwei der Gesamtwertung

Bretterten in Lenggries im einzigen Rennen der Saison in der Gesamtwertung auf Rang zwei: Pilot Gernot Galle und sein Team mit Beifahrer Tim Hartmann sowie Skifahrer Thomas Rehm. Foto: privat

(pm). Keinen guten Winter hatten die Skijöring-Fahrer. Das Rennen in Lenggries war der erste und gleichzeitig wohl letzte Wettkampf der Saison, fehlte doch bislang einfach der Schnee, um eine Rennstrecke zu bauen. Gernot Galle vom MSC Wieslauftal nimmt es sportlich: „Schade, aber vielleicht haben wir kommenden Winter wieder mehr Glück.“

In Lenggries passte für den Piloten aus Berglen und sein Team mit Skifahrer Thomas Rehm (Füssen) sowie Beifahrer Tim Hermann (Schorndorf) fast alles. Einzig die Temperaturen waren ein wenig arg herb. Sie machten den Untergrund hart und rutschig. Keine einfache Aufgabe für die neu zusammen gestellte Mannschaft, in der Hermann als Beifahrer nun Galles Bruder Wolfgang ersetzt, der aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Und das nach über 30 Jahren, in denen die Brüder zusammen Motocross- und Skijöring-Rennen gefahren sind. Seit Sommer versuchte Gernot Galle mit Hermann die richtige Feinabstimmung zu finden. Harmonie und perfektes Zusammenspiel auf dem Eis sind nicht nur bei den Paaren im Eiskunstlauf, sondern auch bei Trios im Skijöring wichtig.

In Lenggries traten die Schwaben als amtierender Zugspitz-Lech-Pokalsieger gegen die mehrheitlich bayrische Konkurrenz an. Ziel von Galle war das Erreichen des Endlaufs. In den drei Vorläufen klappte der Start zweimal gut und Galle bretterte mit seinem Team jeweils auf Rang zwei. Nur im dritten Vorlauf kamen die Schwaben nicht so gut weg, dafür aber hervorragend hinterher. Am Ende fuhren sie von Platz drei auf Rang eins. Damit war der Endlauf nicht nur erreicht. Als Erstplatzierter aller Vorläufe durften sich die Schwaben auch als Erste den Startplatz dafür aussuchen. Ein großer Vorteil, den Galle und Kollegen dazu nutzten, um als Führende aus der ersten Runde zurückzukommen. Die Teams um Manfred Kreuzmayr (Schliersee) und Michael Ronowski (Landsberg) machten aber mächtig Druck. Am Ende gab’s für Galle und Kollegen Rang drei. In der Gesamtwertung, zu der auch die drei Vorläufe zählten, bedeutete dies Platz zwei. „Damit sind wir sehr zufrieden“, erklärte Galle und bedauert nur eins: Dass es diesen Winter nur zu einem Rennen reichte.