Fehler brechen der SG das Genick

Fußball-Drittligist aus Großaspach zieht im baden-württembergischen Duell beim Karlsruher SC mit 1:3 den Kürzeren

Der Negativlauf des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach hält an. Die Schützlinge von Trainer Sascha Hildmann blieben auch in der siebten Begegnung nach der Winterpause ohne Sieg. Sie zogen gestern Abend das baden-württembergische Duell beim Karlsruher SC mit 1:3 den Kürzeren.

Die Großaspacher Jannes Hoffmann (links) und Özgür Özdemir hatten den KSC-Torjäger Fabian Schleusener weitestgehend im Griff.Foto: Baumann

Von Heiko Schmidt

Die Großaspacher begannen gleich mit fünf Veränderungen in der Startelf gegenüber der 1:2-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen die Spvgg Unterhaching. Sebastian Schiek begann in der Abwehr für Yannick Thermann. Shqiprim Binakaj, Jeff-Denis Fehr und Jannes Hoffmann spielten für Nico Gutjahr sowie die gesperrten Sebastian Bösel und Joseph-Claude Gyau (beide fünfte Gelbe Karte) im Mittelfeld. Im Sturm erhielt Taxiarchis Fountas den Vorzug vor Mario Rodriguez. Somit kehrte SG-Trainer Sascha Hildmann aufs 4-4-2-System zurück, während er zuletzt noch aufs 3-4-3 setzte. Die Gäste hatten in der Anfangsphase große Probleme, denn der KSC begann druckvoll. Doch der Sonnenhof setzte auch gleich Nadelstiche. Bei einem davon köpfte Fountas nach zehn Minuten den Ball aus acht Metern an die Latte des Karlsruher Kastens.

Die Gastgeber spielten danach weiterhin feldüberlegen und hatten deutlich mehr Ballbesitz, doch das SG-Abwehrbollwerk stand sicher. Und vorne besaßen die Gäste die besseren Chancen. In der 15. Minute jagte Fehr die Kugel aus zehn Metern über das KSC-Gehäuse. Auch mit der frühen Einwechslung von Makana Baku für den Gelb-Rot gefährdeten Fehr gab es keinen Bruch im Großaspacher Spiel. Der Sonnenhof musste besonders in der Defensive auf der Hut sein, denn ein Angriff auf den nächsten rollte auf das Tor von SG-Keeper Kevin Broll. Dieser musste erst in der 36. Minute das erste Mal eingreifen. Er parierte aber einen 15-Meter-Knaller von Fabian Schleusener prächtig. Brolls Vorderleute blockten vier Minuten später einen 25-Meter-Schuss von Jonas Föhrenbach ab. Somit blieb es bis zur Pause torlos.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schock für die Großaspacher. Die davor so sichere SG-Defensive war beim ersten Angriff der Karlsruher nach dem Wiederanpfiff nicht im Bilde. In der 47. Minute lief Burak Camoglu auf der linken Seite frei durch. Aus sieben Metern traf er aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 1:0 für den Ex-Bundesligisten. „Nachdem wir in der ersten Halbzeit nict so präsent waren, kam das erste Tor genau zum richtigen Zeitpunkt“, schätzte KSC-Trainer Schwarz ein. Die Großaspacher blieben aber die Antwort nicht lange schuldig, denn in der 56. Minute besaß Fountas die Möglichkeit zum Ausgleichstreffer. Der Stürmer verfehlte aus zwölf Metern freistehend das angepeilte Ziel. „Das hätte das 1:1 sein müssen“, befand SG-Coach Hildmann. Das Auslassen dieser Gelegenheit rächte sich. In der 63. Minute gab es nämlich den nächsten Nackenschlag für die Gäste. Nach einem Eckball stand Karlsruhes David Pisot alleine und schoss aus sieben Metern zum 2:0 für die Badener ein.

Anschließend war der KSC die klar tonangebende Mannschaft. Die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, die Karlsruher waren dem dritten Treffer näher dran, als die SG dem Ehrentor. So kam es dann auch. In der 79. Minute erhöhte die Mannschaft von Coach Alois Schwarz auf 3:0. Föhrenbach köpfte aus fünf Metern Entfernung unhaltbar für Schlussmann Broll ein. Die Partie war damit zwar gelaufen, doch die Großaspacher kämpften auch in der Schlussphase und verdienten sich somit den Ehrentreffer. Den erzielte der eingewechselte Timo Röttger vier Minuten vor dem Abpfiff mit einem knallharten Schuss aus zwölf Metern. Dieses Tor änderte aber nichts mehr an der Niederlage im baden-württembergischen Duell.

„Wir sind alle sehr enttäuscht“, machte Großaspachs Trainer Hildmann aus seiner Gemütslage kein Geheimnis. Er ging in seiner Analyse noch weiter: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und klare Torchancen gehabt.“ Somit kam der Trainer zur Erkenntnis: „In jedem Spiel haben wir gute Ansätze, wir belohnen uns aber einfach nicht.“ Seine Mannschaft blieb deshalb auch im siebten Match nach der Winterpause ohne einen Erfolg. Die SG fiel auf den 13. Tabellenrang zurück. Hingegen sind die Karlsruher obenauf und stehen nach dem Dreier auf Rang drei, der am Saisonende die Aufstiegsrelegation bedeutet.