Mit Rucksack auf schmalen Brettern

Langläufer meistern Herausforderung

(pm). 50 Kilometer auf Langlaufski sind ohnehin schon eine sportliche Herausforderung, mit einem mindestens vier Kilogramm schweren Rucksack wird es noch härter. Und ein solcher ist, um dem Namen gerecht zu werden, Pflicht beim Rucksacklauf im Südschwarzwald. Darin verstaut sind das Essen und die Getränke, da es auf der Strecke keine Verpflegungsstationen gibt. Am Start in Hinterzarten standen auch zwei Langläufer der TSG Backnang. Zum einen Axel Fritz, für den es eine Premiere war, zum anderen Rainer Kaupp, der bei diesem Abenteuer schon ein alter Hase ist. Beide wählten die Skating-Technik, die zum ersten Mal angeboten wurde.

Eigentlich hätten sogar 60 oder 100 Kilometer absolviert werden müssen. Weil in tieferen Lagen aber der Schnee fehlte, gab es wie schon im Vorjahr nur ein 50-Kilometer-Rennen, das von Hinterzarten nach Multen führte. Los ging es auf etwa 1100 Metern Höhe, eine halbe Stunde nach den 150 Klassik- starteten die 100 Freistilläufer. Vor ihnen allen lagen über 1000 Höhenmeter. Nach der Einführungsrunde (etwa acht Kilometer) mussten die Ski kurzzeitig abgeschnallt werden, weil ein zwei Kilometer langer Trampelpfad mit 150 Höhenmetern nur per pedes zu schaffen war. Als die schmalen Bretter wieder dran waren, herrschte plötzlich dichter Nebel. Nur die Stangen neben der Loipe wiesen den Weg. Über die Todtnauer Hütte und den Stübenwasen ging’s zum Loipen-Zentrum Notschrei, dann überquerten die Athleten die Passstraße. Später war ein weiteres zwei Kilometer langes Teilstück ohne Ski zu bewältigen, ehe sie wieder angeschnallt wurden und das Ziel erreicht war. Ausgelaugt, aber zufrieden waren auch die TSG-Sportler. In 3:21:07 Stunden landete Kaupp auf dem 41. Platz und siegte zudem in der Altersklasse M60. Fritz wurde 81., seine Zeit von 4:52:12 Stunden bedeutete zudem Rang 16 in der M50.