TVM besiegt und überholt Oberbrüden

Tischtennismänner aus Murrhardt gewinnen das Landesliga-Duell und stehen nun auf dem zweiten Tabellenplatz

Mit 9:5 triumphierten die Tischtennisspieler des TV Murrhardt im Landesliga-Duell gegen den TSV Oberbrüden. Die Walterichstadter gewannen auch ihr zweites Spiel beim SV Nabern mit 9:3 und haben nun Platz zwei vom Ligarivalen aus Auenwald übernommen.

Ivo Huber (vorne) hat seine Einzel- und Doppelspiele gewonnen und liegt nun mit dem TV Murrhardt auf Relegationsplatz zwei. Foto: A. Becher

Von Michael Clauss

Wie verwandelt traten Murrhardts Tischtennismänner beim 9:5-Sieg beim TSV Oberbrüden auf. Eine Woche zuvor mussten die Walterichstadter im Aufstiegsrennen ordentlich Federn lassen und kamen nicht mit dem größten Selbstbewusstsein in die Sporthalle nach Oberbrüden. Manch Murrhardter Zuschauer mag sich dann verwundert die Augen gerieben haben über die positive Vorstellung des TVM.

Schon in den ersten Matches gelang Murrhardt eine Überraschung. „Die zwei Doppelsiege zu Beginn waren wichtig, danach lief es für uns“, hat TVM-Spitzenspieler Dominik Wörner den ersten Knackpunkt der Partie ausgemacht. „Das hat uns die Rechnung früh versalzen“, kommentierte der TSV-Spieler Dieter Senge die Niederlagen zweier Oberbrüdener Doppel – eigentlich eine Stärke der Auenwalder Tischtennis-Cracks.

Aber auch in den Einzeln waren die Gäste „in den entscheidenden Momenten im Kopf einen Tick besser waren als wir“, erklärte Oberbrüdens Oliver Letzgus die Murrhardter Stärke. Christoph Krenzlin hielt die TSV-Hoffnungen mit seinen zwei Einzelerfolgen am Köcheln. Aber das Duell zwischen den Routiniers Jürgen Köberl und Jürgen Wörner brachte die Vorentscheidung zugunsten von Murrhardt. Der TSV-Akteur hatte im zweiten Durchgang einen Satzball und die vorentscheidende 2:0-Satzführung vor Augen. Der bis in die Haarspitzen motivierte Wörner gewann den zweiten Durchgang doch noch und brachte sich in sehenswerten Topspin-Duellen auf die Siegerstraße – und seine Murrhardter Mannschaft vorentscheidend mit 8:5 in Front. Am Nebentisch bewies TVM-Spieler Hakan Cesmeli gegen Dieter Senge ebenfalls Kampfgeist. Der Murrhardter lag in allen fünf Sätzen jeweils anfangs hinten, er drehte aber in drei Durchgängen den Spieß noch um. Mit einem krachenden Vorhand-Topspin verwandelte Cesmeli unter dem Jubel des Murrhardter Anhangs seinen dritten Matchball zum 9:5-Sieg der Walterichstadter.

„Murrhardt war lockerer als wir und hat verdient gewonnen“, sagte Senge nach dem Spiel anerkennend. „Entscheidend war die starke Mannschaftsleistung“, lobte Jürgen Wörner seine TVM-Spieler, die alle zumindest einen Einzelsieg beisteuerten. Spitzenspieler Dominik Wörner punktete gegen Oberbrüden ebenso doppelt wie einen Tag später beim 9:3-Sieg beim SV Nabern. Im Sonntagsspiel bei den abstiegsgefährdeten Gastgebern konnte Patrick Hartstern ebenfalls zweimal jubeln. Zudem brachten wieder die Murrhardter Doppel schon zu Beginn die Gäste in Führung.

Die Walterichstadter haben dank der zwei Siege den TSV Oberbrüden auf dem Relegationsplatz zwei abgelöst. Allerdings haben die Murrhardter bei den beiden punktgleichen Mannschaften derzeit nur dank des etwas besseren Spielverhältnisses die Nase vorn. „Es ist ein offenes Rennen, aber Murrhardt hat jetzt den psychologischen Vorteil“, sieht Oberbrüdens Letzgus nun die Trümpfe im Saisonfinale bei Murrhardt.

Ergebnisse, Oberbrüden – Murrhardt: Quiram/Tomaschek – Hartstern/Cesmeli 3:1, Krenzlin/ Köberl – Dominik Wörner/Julian Wörner 2:3, Senge/Letzgus – Jürgen Wörner/Huber 1:3, Quiram – Hartstern 3:1, Tomaschek – Dominik Wörner 0:3, Krenzlin – Jürgen Wörner 3:2, Köberl – Julian Wörner 1:3, Senge – Huber 2:3, Letzgus – Cesmeli 3:0, Quiram – Dominik Wörner 1:3, Tomaschek – Hartstern 1:3, Krenzlin – Julian Wörner 3:2, Köberl – Jürgen Wörner 1:3, Senge – Cesmeli 2:3. – Nabern – Murrhardt: Plantikow/Baum – Hartstern/Cesmeli 3:2 , Hiller/Braun – Dominik Wörner/Julian Wörner 1:3, Michalik/Juretzka – Jürgen Wörner/Huber 1:3 , Plantikow – Hartstern 2:3 1, Baum – Dominik Wörner 2:3, Hiller – Jürgen Wörner 3:2, Michalik – Julian Wörner 3:2, Juretzka – Huber 1:3 , Braun – Cesmeli 0:3, Plantikow – Dominik Wörner 0:3 , Baum – Hartstern 1:3, Hiller – Julian Wörner 2:3.