Freibad soll attraktiver werden

Ein zweiter Schwimmmeister, Investitionen und Hoffnung auf WLAN: Werksausschuss beschließt Arbeitsliste für Murrhardter Bad

Für Stadtwerke und Freibadförderverein gibt es mit Blick auf den Saisonstart Mitte Mai noch einiges zu tun. Neben dem generellen Flottmachen der Anlage stehen einige Reparaturen und Verschönerungen im Freibad an. Ein zweiter Schwimmmeister wird im Juli anfangen, und die Stadt verfolgt das Vorhaben weiter, ein kostenloses WLAN einzurichten.

Kleine Leute sollen beim Schwimmen im Freibad ihren Spaß haben. Auch auf dem Gelände wird es eine neue Attraktion für den Nachwuchs geben – eine Dschunke, eine kleine Kletterlandschaft in Schiffsform, wird für den Kinderbereich angeschafft. Archivfoto: J. Fiedler

Von Christine Schick

MURRHARDT. Nach dem aktuellen Plan soll das Freibad im Trauzenbachtal am Samstag, 12. Mai, in die Saison starten. Um einen reibungslosen Badebetrieb zu gewährleisten, hat die Stadt eine zweite Fachkraft verpflichtet. Schwimmmeister Jens Bachmann unterstützt Jahn Lübkemann ab Juli. Im Vorfeld stehen noch einige Reparaturen sowie Neuerungen an. „Der Freibadförderverein unterstützt uns da tatkräftig, auch mit einigen Investitionen“, sagte Michael Schünzel, Betriebsleiter der Stadtwerke. Für den Kinderbereich wird ein größeres Spielschiff, eine Dschunke, für rund 30000 Euro angeschafft, mit der das in die Jahre gekommene Kletterspielgerät ersetzt wird.

Darüber hinaus ist geplant, den Kinderbereich etwas umzugestalten – die Betonpalisaden am Sandkasten sollen entfernt werden, um die Einsehbarkeit und zugleich die Pflege des Rasens zu verbessern. Erster Beigeordneter Rainer Braulik ergänzte später noch, dass die größere Sanierung des Kinderbeckens nicht vergessen sei, aber noch mal verschoben werde. Man wolle die Chance nutzen, auch die Erfahrung des neuen Schwimmmeisters dabei mit einfließen lassen zu können.

Aktiv werden möchte der Freibadförderverein außerdem bei der Gestaltung der Außenfassade (Giebelwand der Sanitärräume) und im Eingangsbereich. Es ist geplant, sich dabei von einem Künstler unterstützen zu lassen.

Da die neuen Sonnenliegen bei den Badegästen gut ankommen, wird der Freibadförderverein acht weitere zum Saisonstart besorgen. Sie lassen sich ähnlich wie ein Einkaufswagen per Pfand ausleihen, erläuterte Schünzel.

Ansonsten sind eine Reihe von Instandsetzungen vorgesehen, beispielsweise beim Becken (neuer Grundablassschieber und Bodenplattenverstärkung), Erneuerung der Gastherme und der Elektrik des Kassenraums, Optimierung der Umwälzpumpen sowie Anschaffung neuer Fallschutz- und Rutschmatten.

Auch der Vorschlag der Jungen Union Oberes Murrtal, im Freibad einen kostenlosen WLAN-Zugang einzurichten, wird weiterverfolgt. Bürgermeister Armin Mößner informierte, dass die Stadt sich dazu um EU-Fördergelder bewerben wolle und zwar für mehrere Standorte. Neben dem Freibad stünden die Gemeindehallen Kirchenkirnberg und Fornsbach sowie die Volkshochschule auf der Liste. Auch die Idee, kostenloses WLAN am Marktplatz anzubieten, habe man noch nicht ad acta gelegt, da die rechtlichen Rahmenbedingungen nun keine Hinderungsgründe mehr seien. Der Freibadförderverein schlägt vor, das WLAN-Angebot auf den Platz vor dem Hauptgebäude und dem Kiosk zu beschränken, um nicht die ganze Fläche abdecken beziehungsweise bespielen zu müssen. Allerdings muss die Verwaltung sowieso zunächst offen lassen, ob sich der Wunsch technisch und wirtschaftlich wirklich umsetzen lässt, da der aktuelle Internetzugang zum Bad vergleichsweise leistungsschwach ist. Insofern bremste Mößner auch die Erwartung, das WLAN womöglich noch fürs Trauzenbachstadion auszuweiten (Wolfgang Hess, UL).

Alle Fraktionssprecher waren sich einig, dass das Engagement des Freibadfördervereins einen zentralen Beitrag zum Erhalt der Murrhardter Freizeiteinrichtung leistet. Auf die Nachfrage von Wolfgang Hess erläuterte Rainer Braulik, dass neben den Schwimmmeistern Lübkemann und Bachmann auch weitere Aufsichtskräfte benötigt würden und die Stadt deshalb auch zwischendurch annonciert hätte. „Die Voraussetzung dafür ist, dass man den Rettungsschwimmer in Silber hat.“ Alles in allem sieht der Investitionsplan der Stadtwerke für das laufende Jahr ein Budget von 47000 Euro vor. Den größten Batzen in dieser Hinsicht macht aller Voraussicht nach die neue Technik für die Umwälzpumpen aus (Einbau von Frequenzformern), die angeschafft werden soll, um den Stromverbrauch zu senken.

Der Werksausschuss stimmte unisono für die geplanten Maßnahmen.